Centrum für Reisemedizin
In Mittelmeerländern Lebensmittel aus Rohmilch meiden

02.07.2008 11:24
Reisende in südliche Länder sollten Lebensmittel, die dort aus nichtpasteurisierter Milch hergestellt werden, vermeiden. Darauf weist das CRM Centrum für Reisemedizin, Düsseldorf, hin. Immer wieder kommt es vor, dass mit der Rohmilch bzw. dem daraus hergestellten Käse, die Erreger des sogenannten Mittelmeerfiebers, der Brucellose, übertragen werden. So sind auf der griechischen Insel Thasos, im Norden der Ägäis, zwischen April und Mitte Juni 55 Menschen erkrankt. Im Mai waren es fast 400 Personen in Bosnien-Herzegowina.

Die Krankheit äußert sich durch Fieber, das im Anfangsstadium oft auch das einzige Krankheitszeichen ist. Später entstehen Gelenkschmerzen, es kommt zur Schwellung der Lymphknoten, Vergrößerung von Leber und Milz und manchmal auch zu Ausfällen von Gehirnfunktionen und Störungen des Herzrhythmus. Oft klingt die Erkrankung zunächst ab, um nach 3 bis 4 Wochen erneut aufzuflammen. "Die Brucellose kann mit Antibiotikum behandelt werden, dies ist jedoch oftmals langwierig", erläutert PD Dr. Tomas Jelinek, wissenschaftlicher Leiter des CRM.

Die Krankheitserreger sind Bakterien, die unter Nutztieren wie Schafe, Ziegen, Rinder und Schweine verbreitet sind. Die Übertragung erfolgt meistens über rohe Milchprodukte, aber auch bei direktem Kontakt zu infizierten Tieren. Die Erkrankung ist weltweit verbreitet, kommt jedoch besonders häufig in den Mittelmeerländern vor.
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