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Stadt Iserlohn
Exclusives mit der Nadel im Museum Barendorf, Iserlohn - Nadelmarkt 2010

16.03.2010 14:37
Das einfachste und feinste Werkzeug, welches der Mensch erfand, ist die Nadel.
Um dieses „kleine" Kulturgut wird sich am 20. und 21. März in der Historischen Fabrikanlage Maste-Barendorf (Iserlohn) alles drehen. Handwerker, Kunsthandwerker und Designer, von denen es manche selten oder noch nie auf Messen gezogen hat, werden aus nah und fern erwartet. In dieser wohl einzigartigen Präsentation sind Produkte zu sehen, bei denen das wichtigste Arbeitsgerät die Öhrnadel ist, welche bekanntlich in der Wirtschaftsgeschichte Iserlohns eine bedeutende Rolle gespielt hat.
Der Nadelmarkt 2010 wird, wie im vergangenen Jahr, in mehreren Gebäuden der Anlage stattfinden. Zeitgenössische und historische Stickereien bieten verschiedene Aussteller an. Vom klassischen Stickhandwerk bis hin zur modernen Freien Stickerei. Gezeigt werden künstlerische Unikat-Paramente für den sakralen Raum mit Gold-, Silber- und Perlenstickerei (Atelier Karbig), feine Stickereien auf Leinen, Stickpackungen, Bänder und Bücher zum Thema (acufactum), historische Stickmustertücher und Repliken wertvoller Originale (Werkstatt für Historische Stickmuster).

Von haitianischen Frauen handgefertigte und bestickte Tischwäsche, Geschirrtücher und Schürzen werden über den Verein „Hilfe für Südhaiti e.V." zum Kauf angeboten.
Viele Kunsthandwerkerinnen haben in den vergangenen Jahren die Nähtechnik des Quiltens entdeckt. Quilt ist Handarbeitskultur. Neben dem unmittelbaren Nutzen einer warmen, aus mehreren textilen Lagen gesteppten (= to quilt) Decke, steht die handarbeitliche Leistung und auch die symbolische Bedeutung der einzelnen Stoffstücke, der Patches, im Vordergrund. Außerdem bietet ein Quilt geradezu unerschöpfliche Ausdrucksmöglichkeiten und vielfältige Anwendungen im Wohnbereich. Auf dem Nadelmarkt sind Künstlerinnen mit Art Quilts (Quilters Insel) und Moderne Quilts (F. Foegen) vertreten. Auch bunt bedruckte Patchworkstoffe, geschmackvolle Dekorationen (Bräunig) sowie Patchworkkissen und -tischdecken (Lady Quilters) werden angeboten. Nach wie vor ist auch das Interesse an individuell geschneiderter Bekleidung sehr groß. Anleitung und Beratung dazu finden die Besucher beim Erwerb von Modellen und Stoffen aus Seide, Leinen und Filz (adela textildesign), individueller Schnitte (Zwischenmaß) und bei der Auswahl entsprechender Accessoires wie Gürtel und Taschen (ma petiete passion). Für die Kleinen und Kleinsten gibt es kuschelige Sweatshirts und T-Shirts mit entzückenden Motiven (Steinnack-Tiedemann).
Nicht zum Kauf gedacht, aber eine Augenweide allemal, sind die mit viel Detailliebe von Hand genähten Renaissance-Kostüme der Designerin Karin Wiedkamp. Ungewöhnliches Flair und der Charme einer vergangenen Epoche bekommt man fast hautnah zu spüren, wenn die Models sich in ihren opulenten Gewändern unter die Besucher mischen oder die Kostüme auf dem Laufsteg präsentieren ( am Sonntag um 15.00 Uhr) Die Abschlussklasse der Bekleidungstechnischen Assistenten (Hönne-Berufskolleg, Menden) führt ihre selbst entworfenen und genähten Modelle bei einer Themenmodenschau (Samstag 15.00 Uhr) vor. Der Faden verdankt seinen Ruhm der Nadel. So darf das Zubehör nicht fehlen, mit dem viele Nadelarbeiten erst entsprechend umgesetzt werden können. Wer nach den vielseitigen Anregungen und Ideen selbst zu Nadel und Faden greifen möchte, kann sich gleich vor Ort mit den entsprechenden Materialien versorgen, unter anderem Historisches Näh- und Stickzubehör, Stick- und Nähgarne, leonische Fäden, antike Knöpfe, Wäschedamaste und Perlen (A. Luft), aparte Stoffe (T.U.R.M.-Stoffe) sowie sehr feine Scheren aus Solingen (Robert Klaas). Technikinteressierte werden bei kleinen Gruppenführungen im Nadelmuseum auf ihre Kosten kommen. Hier im Nadelmuseum - einer der Ausstellungsorte des Nadelmarkts - kann der Prozess der Nadelherstellung nachvollzogen werden. Er zeigt unter anderem wie groß der Aufwand war, um kleine, kleinste und auch größere Nadeln für verschiedene Zwecke herzustellen.
Auch eine Reihe von Ausstellern lassen sich bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen. So die Archäologin Ulrike Claßen-Büttner. Sie zeigt die uralte, wieder entdeckte textile Technik des Nadelbindens (eine dem Stricken ähnliche Fadenverschlingung mit Öhrnadeln) die, wie archäologische Funde belegen, schon in der Bronzezeit Anwendung fand.
Privatsammler historischer Nähutensilien und kostbarer Stickereischätze stehen für Fragen der Besucher gerne zur Verfügung und können Interessantes über das ein oder andere Sammlungsobjekt berichten.
Die in Barendorf lebenden Künstler warten in ihren Ateliers mit einer Fotoausstellung (Gisbert Körner) und themenbezogenen Holzarbeiten (Konrad Leo Horsch) auf.
Das Stadtmuseum Iserlohn lädt zum Nadelmarkt 2010 am 20. und 21. März, 11.00 bis 19.00 Uhr in die Historische Fabrikanlage Maste-Barendorf ein und bietet in einem überaus angenehmen Rahmen allen Interessierten eine kleine Auszeit von Massenprodukten.
Der erste Nadelmarkt in Barendorf hat im vergangenen Jahr mehr als überzeugend gezeigt, dass die Nadelarbeit nach wie vor eine populäre Beschäftigung ist und in einigen Bereichen schon Kultstatus erreicht hat. Der Nadelmarkt ist ein Beweis dafür, dass das künstlerische Schaffen in allen Generationen gelebt wird und viele Menschen anspruchsvolle künstlerische und hochwertige Produkte aus Vergangenheit und Gegenwart zu schätzen wissen.

Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen unter www.museen-iserlohn.de

Veranstalter des Nadelmarktes 2010:

STADTMUSEUM Iserlohn
Fritz-Kühn-Platz 1
58636 Iserlohn
Fon:02371-2171960
E-Mail:museum@iserlohn.de
www.museen-iserlohn.de

Veranstaltungsort:
HISTORISCHE FABRIKANLAGE MASTE-BARENDORF BAARSTRASSE 220-226
58636 ISERLOHN



Auf eine interessante Veranstaltung zum Nadelmarkt in Kooperation mit dem Literaturhotel (Iserlohn) macht das Stadtmuseum außerdem aufmerksam: Im stilvollen und künstlerisch inspirierendem Ambiente des Hauses hält am Freitag, 19. März, ab 15.00 Uhr, Juilette Eckel (Meinerzhagen) einen Vortrag zum Thema: Textilkunst. Frauensache? Ein historischer Spaziergang vom Gobelin zu Mixed Media.

Weitere Informationen unter www.literaturhotel-franzosenhohl.de.


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