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Grenzen Sprengen - Sinfoniekonzert-Neue Philharmonie Westfalen

20.03.2009 12:00
Komponisten bezogen ihre Inspiration aus ganz unterschiedlichen Quellen, häufig werden eigene Erlebnisse und Schicksalsschläge sublimiert oder eine beeindruckende Landschaft liefert ein brauchbares Motiv. Ganz anders Albert Roussel (1869-1937), der ewige Außenseiter der französischen Musik. Er wagte mit seiner Ballett-Pantomime Das Festmahl der Spinne einen Schritt in den Mikrokosmos eines Schrebergartens, womit gewissermaßen der Zaun um darstellungswürdige Inhalte in der Musik neu gesetzt wurde. Dieses impressionistische Insektendrama zu entdecken gibt die Neue Philharmonie Westfalen im 4. Sinfoniekonzert am 2. April Gelegenheit. Ebenfalls auf dem Programm stehen Bohuslav Martins 2. Klavierkonzert sowie Antonín Dvoøák Sinfonie Nr. 8. Der Solist ist Paul Kaspar, die Leitung hat Heiko Mathias Förster.
Auch für die beiden anderen Werke des Abends ist das Konzertmotto Grenzen sprengen zutreffend. Martin (1890-1959), Klassiker der tschechischen Moderne und Schüler Roussels, verwendete in seinem brillanten 2. Klavierkonzert aus dem Jahr 1934 Anleihen aus der Musik seiner tschechischen Heimat. Er übertrat beim Kompositionsprozess jedoch die Demarkationslinie zwischen E- und U-Musik und bediente sich hier und da auch beim Jazz. Die Aufführung liegt in denkbar kompetenten Händen, denn der tschechische
Virtuose Paul Kaspar hat in Koproduktion mit dem Bayerischen Rundfunk 2004 eine vielbeachtete Einspielung des gesamten Klavierwerks Martins vorgelegt.
Von einem Landschaftserlebnis inspiriert ist Antonín Dvoráks Symphonie N° 8, und zwar von der Schönheit um Vysoká bei Príbram, dem Sommersitz des Komponisten. Überall erklingt der Unterton böhmischer Volksweisen. Dieser eindeutig slawische Charakter steht im Gegensatz zum Beinamen Die Englische , welcher lediglich aus der Veröffentlichung bei einem Londoner Verlag herrührt. Ihre Form orientiert sich stark an melodischen Verläufen und spiegelt eher eine Abfolge poetischer Stimmungsbilder wieder, als ein streng symphonisches Werk. Hier erweist sich Dvorák erstmals völlig frei von äußeren und inneren Zwängen. Spätestens wenn im dritten Satz der stilisierte schwungvolle Walzer mit einem Hauch Melancholie erklingt, schmelzen die Herzen der Zuhörer dahin. Und so verwundert es nicht, dass diese Symphonie neben der Symphonie Aus der Neuen Welt" in der Gunst der Zuhörer bis heute ganz oben steht.

Termin: Donnerstag, 02. April 2009 um 20 Uhr im Stadttheater Lippstadt

Preise: 20,-/18,-/16,-/14,-/

Veranstalter: Städtischer Musikverein Lippstadt e.V.

Kartenvorverkauf: Kulturinformation Lippstadt im Rathaus, Tel.: (0 29 41) 5 85 11, bei den bekannten auswärtigen Vorverkaufsstellen und - soweit noch vorhanden - an der Abendkasse.
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