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Lebensqualität verbessern
Bremer Pflegekongress und Deutscher Wundkongress eröffnet

07.05.2008 05:56
Die angemessene Versorgung von Demenzerkrankten und die Unterstützung der Angehörigen sind ein echtes Zukunftsthema. Das betrifft Fragen von Wohnformen, von angemessenen miteinander vernetzten stationären und ambulanten Versorgungskonzepten und Fragen der Einbindung von Angehörigen. Professionell Pflegende bekommen hier eine immer größere Bedeutung, sagte Antje Kehrbach, Landes-Pflegereferentin der Freien Hansestadt Bremen, bei der Eröffnung des 4. Bremer Pflegekongresses und des Deutschen Wundkongresses am Mittwoch, 7. Mai 2008, im Congress Centrum Bremen.

Mehr als 80 Programmpunkte und eine Fachausstellung mit rund 60 Firmen bieten die Kongresse am 7. und 8. Mai. Der Bremer Pflegekongress ist ein Erfolgsmodell , freut sich Hans Peter Schneider, Geschäftsführer der Messe Bremen. Und auch der Deutsche Wundkongress wurde vergangenes Jahr bei seiner Premiere als eigenständige Veranstaltung hervorragend angenommen. Das zeigt uns, dass die in Bremen diskutierten Themen die Profession bewegen und nicht zuletzt die Möglichkeit zum Austausch über Fachbereichsgrenzen hinweg für Mediziner und Pfleger Anreiz ist, in die Freie Hansestadt zu kommen.

Vor dem Hintergrund des in der Medizin wachsenden Drucks, bei hoher Qualität Kosten einsparen zu müssen, steht der diesjährige Wundkongress unter dem Motto Vernetztes Handeln . Denn Wundbehandlung ist Teamarbeit, so Veronika Gerber, Vorsitzende der Initiative Chronische Wunden e.V. Ein koordiniertes Zusammenarbeiten von Ärzten verschiedener Fachrichtungen ermöglicht eine umfassende Versorgung der Menschen mit chronischen Wunden. Lösungsansatz ist die Bildung von regionalen interprofessionellen Netzwerken. Wenn es gelingt, alle Beteiligten zu koordinieren und die Zuständigkeiten im Team nach fachlichen Kompetenzen zuzuordnen, profitieren alle, vor allem aber der Patient.

In Workshops und Vorträgen werden Fragen rund um Wundnetzwerke erörtert: Wie wird ein solches aufgebaut? Wie werden Qualität und Finanzierung gesichert? Welche Erfahrungen wurden in bestehenden Netzwerken gewonnen? Mit dem Ziel, die hohen Kosten in der Wundversorgung zu reduzieren, und gleichzeitig die Behandlungsqualität verbessern zu können wird seit vergangenem Jahr ein medizinisches-pflegerisches Wundversorgungsnetzwerk im Land Bremen aufgebaut, erklärt Angela Dick, Geschäftsführung Pflege Klinikum Links der Weser gGmbH. Erste Ergebnisse zeigen, dass im Netzwerk die Behandlungsdauer reduziert und die Lebensqualität der Patienten verbessert werden kann.

Um Lebensqualität geht es auch beim Bremer Pflegekongress, der sich dem Thema Herausforderung Demenz widmet. Aufgrund des schleichenden Prozesses der Erkrankung sind die Herausforderungen in der Betreuung der Erkrankten, aber auch der Angehörigen sowie der professionell Tätigen besonders hoch, erläutert Prof. Dr. Martina Roes, Internationaler Studiengang Pflege- und Gesundheitsmanagement der Hochschule Bremen. Von der Beratung der Angehörigen über bedürfnisgerechte Ernährung Demenzkranker bis hin zu Instrumenten zur Qualitätsentwicklung in Pflegeeinrichtungen in Bremen berichten Referenten aus ihrer Arbeit und bieten Diskussionsstoff und Erfahrungsaustausch.

Der 4. Bremer Pflegekongress und der Deutsche Wundkongress öffnen ihre Pforten am 7. und 8. Mai 2008 im Congress Centrum Bremen. Die Teilnahme an einem der Kongresse berechtigt zum Besuch beider Veranstaltungen.

Weitere Informationen gibt es unter www.bremer-pflegekongress.de und www.deutscher-wundkongress.de.

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