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Ein Fest mit langer Tradition, nicht nur für Ross und Reiter
Colomansfest in Schwangau mit Pferdebenediktion und Umritt

Ein Fest mit langer Tradition, nicht nur für Ross und Reiter


26.09.2016 11:59
Am Sonntag, 9. Oktober 2016, findet das traditionelle Colomansfest statt, welches stets am zweiten Oktobersonntag ausgetragen wird. Mit dem Colomansfest verbindet sich die wohl bis in das 16. Jh. zurückreichende Tradition des Pferdeumrittes. Mehr als 200 prächtig herausgeputzte Pferde – von Trachtenträgern geritten – nehmen daran teil.

Titelbild: Pferdeschmuck beim Colomansfest in Schwangau. Copyright: Tourist Information Schwangau

Um 9:00 Uhr formiert sich am Rathaus der Reiterzug, angeführt von den Musikkapellen aus Schwangau und Weißensee, zur Wallfahrtskirche St. Coloman. Bei günstiger Witterung wird die heilige Messe mit allen Reitern und Besuchern im Freien abgehalten. Schwangaus Pfarrer Markus Dörre zelebriert zusammen mit Caritasdirektor DK Andreas Magg den Festgottesdienst. Mit der Colomansreliquie erfolgt am Ende der Messe die feierliche Pferdebenediktion mit anschließendem dreimaligem Umritt um die Kirche, den die Geistlichkeit und die Ehrengäste in geschmückten Kutschen vollziehen. Als Ehrengäste werden heuer Umweltministerin Ulrike Scharf, Landtagsabgeordnete Angelika Schorer und die Ostallgäuer Landrätin Maria Rite Zinnecker erwartet.

Die Wallfahrtskirche St. Coloman ist einem Heiligen geweiht – dem Heiligen Coloman. Der Legende nach, soll er ein irischer Königssohn gewesen sein, der eine Wallfahrt in das Heilige Land unternahm. Sein Weg führte ihn auch durch unsere Gegend. Im Juli 1012 kam Coloman in die Gegend von Stockerau, dem damaligen Grenzbereich zwischen Bayern und Mähren. Wegen seiner fremdländischen Kleidung und Sprache, wurde er als Spion verdächtigt, gefoltert, zum Tode verurteilt und hingerichtet. Schon bald stellte sich seine Unschuld heraus. Weil an seinem Leichnam Wunder geschahen, ordnete der damalige Landesherr am 13. Oktober 1014 die feierliche Überführung der Gebeine von Stockerau in die Stiftskirche nach Melk an. Wann der Pferdeumritt zum ersten Mal stattgefunden hat, ist nicht bekannt. Es darf jedoch angenommen werden, dass die ersten Umritte im 15. oder 16 Jh. stattgefunden haben, eventuell sogar bis in die Anfänge der Wallfahrt zurückreichen. Welchen Stellenwert das Colomansfest im dörflichen Geschehen einnahm, mag daraus zu ersehen sein, dass Kaiser Karl V. im Jahre 1552, dem Eigentümer der Herrschaft Hohenschwangau das Recht einräumte, am Colomanstag „alljährlich und hinfür ewiglich“ einen Markt aufzurichten und abzuhalten. Basierend auf diesem Marktrecht, stehen an diesem Festtag an der Kirche Verkaufsstände mit Getränken und Brotzeit, denn es gehört zur Tradition nach der Kirche auch die Gemütlichkeit zu pflegen.

Colomansfest am 9. Oktober 2016 in Schwangau
- ab 9 Uhr, Aufstellung der Reiter am Rathaus der Gemeinde Schwangau
- 10 Uhr Gottesdienst an der Wallfahrtskirche St. Coloman
- 15 Uhr Rosenkranz

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