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Stadt Hanau
Auf den Spuren der Hugenotten und Waldenser

20.07.2009 07:05
Europäischer Kulturfernwanderweg führt durch Hanau

Viel hundert Kilometer legten die wegen ihres protestantischen Glaubens verfolgten Hugenotten und Waldenser durch Europa zurück. Hanau war einer ihrer Zufluchtsorte. Für die Brüder-Grimm-Stadt Grund genug, Mitglied im neu gegründeten nationalen Trägerverein für den Europäischen Kulturfernwanderweg "Hugenotten- und Waldenserpfad" zu werden.

Die Route der Glaubensflüchtlinge erstreckt sich über 1800 Kilometer. Sie beginnt in dem kleinen Ort Poet Laval in Südfrankreich und führt bis ins nordhessische Bad Karlshafen. Die Partner in Italien, Frankreich der Schweiz und Deutschland wollen dazu beitragen, dass Flucht, Exil, Toleranz und Integration einen Schwerpunkt in gesellschaftlichen und politischen Fragestellungen bilden. Das historische Kulturerbe der Hugenotten und Waldenser in seiner herausragenden Bedeutung für die kulturelle Identität soll im öffentlichen Bewusstsein verankert, breiten Bevölkerungskreisen zugänglich gemacht und den Mitgliedern dazu Instrumentarien in die Hand gegeben werden.

Kaum ein anderes Bundesland wurde durch die Einwanderung von Franzosen, Flamen, Niederländern und Wallonen so geprägt wie Hessen. "Hanau öffnete mit der Gründung der Neustadt 1597 die Tore für die Verfolgten und garantierte ihnen uneingeschränkte Religionsfreiheit", erinnert Oberbürgermeister Claus Kaminsky an die Regentschaft von Graf Philipp II. von Hanau-Münzenberg. Durch die Aufhebung des Edikts von Nantes 1685 kamen später rund 70 hugenottische Familien aus Metz und Umgebung in die Brüder-Grimm-Stadt, im Bürgerbuch als Refugiés vermerkt. Sie trugen entscheidend zum wirtschaftlichen Profil der heutigen Brüder-Grimm-Stadt bei.

"Als Mitglied des Trägervereins mit Sitz in Neu-Isenburg profitieren wir von der wachsenden touristischen Bedeutung eines solchen Fernwanderwegs", freut sich Kaminsky über die Möglichkeit, den nationalen und internationalen Bekanntheitsgrad der Stadt weiter zu steigern. Diese Ziele verfolgen 31 Kommunen und Organisationen, darunter im Rhein-Main-Gebiet Neu-Isenburg, Mörfelden-Waldorf, Bad Homburg, Friedrichsdorf und Hanau. Die Details der Wegeführung und Angebote entlang der Etappen in allen beteiligten Ländern werden nun in Workshops zusammengetragen werden, um ein stimmiges Orientierungs- und Informationssystem sowie ein internationales Marketing aufzubauen
In Hanau wird der Hugenotten- und Waldenserpfad von Mühlheim kommend voraussichtlich über die Kesselstädter Schleuse und Schloss Philippsruhe am Main entlang in die Innenstadt zur Wallonisch-Niederländischen Kirche und dann weiter in die Bulau führen.
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