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Stadt Hanau
Das etwas andere Fest...

05.06.2009 10:25
Hanauer Lamboyfest von 19. bis 21. Juni in der Altstadt

Es ist schon etwas ganz Besonderes, dieses Lamboyfest. Nicht nur weil es seinen Ursprung im Jahr 1636 hat und weil es nach dem Belagerer und nicht nach den Befreiern benannt ist: Das Traditionsfest in der Brüder-Grimm-Stadt - eines der ältesten Volksfeste in Hessen - hat alle Krisen und Ortswechsel überstanden "und ist dabei vitaler und bunter denn je!" wie sich nicht nur Oberbürgermeister Claus Kaminsky und Kulturbeauftragter Klaus Remer freuen.

In diesem Jahr wird es ausnahmsweise nicht rund um den 13. Juni gefeiert - mit Blick auf den Hessentag im benachbarten Langenselbold, so Kaminsky und Remer, wurde das Fest auf die Tage von 19. bis einschließlich 21. Juni verlegt.

Der 13. Juni ist der "höchste Feiertag" der Hanauer und erinnert an die Befreiung der Festung aus der Belagerung von Guillaume de Lamboy. Fast ein Dreivierteljahr dauerte die Belagerung, bis Wilhelm V. von Hessen-Kassel auf Bitten seiner Hanauer Gemahlin Amalie Elisabeth im Trutzbündnis mit der schwedischen Armee 10.000 Mann stark nach Hanau ausrückte. Am 13. Juni 1636 schlugen sie nach heftigem Kampf Lamboy und die kaiserlichen Truppen in die Flucht.

Aus Dank und in Erinnerung der Befreiung aus der Hungersnot, Angst, den unbeschreiblichen hygienischen Verhältnissen und der wütenden Pest ordnete Graf Philipp Moritz einen Dank-, Bet- und Bußtag für die Hanauer alljährlich am 13. Juni an. Daraus ist das Fest hervorgegangen.

Früher zogen die Hanauer in den Lamboywald, um das Volksfest zu feiern. 1986 folgte der Umzug in die City - damals auf den Freiheitsplatz. Damit vollzog sich auch der Wandel vom Jahrmarkt zum Kulturfest.
Zur 700-Jahr-Feier der Altstadt wieder ein Umzug: Seitdem wird das Fest unter Mitwirkung zahlreicher Hanauer Vereine und Organisationen in den Gassen und auf den Plätzen der Altstadt gefeiert.

Eine weitere Besonderheit hebt der OB hervor: "Bemerkenswert ist, das sich im Laufe der letzten Jahre das Engagement der in der Altstadt ansässigen Einzelhändler, Gastronomen und Vereine stetig erhöht hat. Geschäftsleute, die Interessengemeinschaft Hanauer Altstadt und viele mehr tragen mit ihrem Programmangebot erheblich zum Gelingen des Lamboyfestes bei."

Gemeinsam mit Klaus Remer gibt der Oberbürgermeister auch eine - bewußt unvollständige - Übersicht über einige der Glanzpunkte des Programmes 2009, verbundenen mit dem wohlmeinenden Hinweis, dass sich jede Hanauerin und jeder Hanauer aus der Vielzahl der Angebote das jeweils individuell passende aussuchen soll.
Und: Das komplette Programm ist natürlich auch im Internet auf www.hanau. de zu finden.

Ein echter "Leckerbissen" ist auch in diesem Jahr wieder das Theaterstück "Schluss iss`Lamboy", das von der Gruppe "Prinzenrolle" geschrieben wurde und die Ereignisse rund um die Befreiung Hanaus thematisiert. Zu sehen ist es am 20. und 21. Juni jeweils um 17 Uhr auf dem Marienkirchplatz sowie am Freitag, 19. Juni im Anschluss an den ökumenischen Gottesdienst um 18 Uhr in der Marienkirche.

Der Festbetrieb in allen Gassen der Altstadt beginnt um 18 Uhr. An allen Tagen sind die abwechslungsreichen Marktstände in der Steinstraße und Luise-Schröder-Straße aufgebaut.

Start des Bühnenprogramms ist am Freitagabend um 20 Uhr mit der "Herrlichen Bockband" auf der Bühne am Schlossplatz, inklusive der offiziellen Eröffnung des Lamboyfestes durch OB Claus Kaminsky.

Parallel finden auch Konzerte auf den Bühnen von Florist Holzschuh in der Großen Dechaneistrasse, der Interessengemeinschaft Hanauer Altstadt in der Steinstraße und der Bühne des KUZ Hanau in der Rappengasse statt. Unter anderem spielen dort Lokalmatadoren wie HUSaysNo, Boom, Banjoory und die Hanauer HipHop-Formation Wortgewandt.

Am Samstag 20. Juni, und am Sonntag,21. Juni, findet zudem ab 11 Uhr das beliebte mittelalterliche Markttreiben in einem großen Historischen Markt rund ums Goldschmiedehaus statt.

Ein Mitmach-Musik-Kindertheater verkürzt am Samstag ab 15 Uhr auf der Schlossplatz-Bühne die Wartezeit für die kleinen Gäste und Familien auf das große Eröffnungsspektakel des Gauklerfestes!
Zehn Solisten und Gruppen von Walking Women Ingrid Irrlicht über Artisten, Zauberer und fabelhafte Naturwesen bis hin zum Alphornquartett machen am Samstag ab 16 Uhr und am Sonntag ab 15 Uhr die Altstadt zu einem Hort von Fantasie und Magie.

Beim "Lamboyfest für Kids", das erstmals von der Rappengasse in die Luise-Schröder-Straße verlegt wurde, können die Kinder beim Limburger Puppen- und Mitmachtheater zuschauen, im Spielmobil toben, sich schminken lassen, an einer Holzbaustelle basteln oder Kerzen färben.

Tag für Tag wimmelt es von Attraktionen: Am Samstagabend tritt das Stuttgarter Kult-Comedy Trio "Eure Mütter" mit ihrem Programm "Nix da, leck mich, auf geht's" auf die Schlossplatzt-Bühne, ein Musikspektakel der besonderen Art präsentiert im Anschluß das berühmte Berliner "Glas Blas Sing Quintett" mit ihrem "Liedgut auf Leergut"; die Hanauer Band "The Companons" beglücken am Samstagabend um 21 Uhr ihre zahlreichen Fans auf der Bühne Rappengasse mit gepflegtem Rock.

Der Sonntag beginnt auf vielen Bühnen mit musikalischen Frühschoppen. Der traditionelle Freibieranstich durch die Binding Brauerei erfolgt um 12 Uhr vor der Hauptbühne am Schlossplatz.

Dort wird auch traditionelle schottische und irische Musik am Sonntagnachmittag von "Celtic Chakra" geboten. Neben dem Historischen Markt und dem Gauklerfest gehören zu den Höhepunkte am Sonntag sicherlich die Auftritte des aus vielen TV-Auftritten bekannten Comedian Kalle Pohl und des A-Cappella-Quartetts "Lalelu".
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