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Stadt Wertheim
Weihnachtliches im Museum

05.12.2008 08:11
Holzhandwerk und Puppenstuben

Wertheim. Gemütlich wird´s zur Weihnachtszeit im Grafschaftsmuseum. Die Sonderausstellung Es war einmal ... - Wie man sich bettet, so lebt man widmet sich neben Betten auch anderen historischen Möbeln und Erzeugnissen des Holzhandwerks des 17. bis 20. Jahrhunderts. Prächtige Barockschränke, vorzugsweise aus Frankfurt, und mit Intarsien geschmückte Kommoden und Tische standen in den Häusern Wertheimer Bürger. In den Grafschaftsdörfern legte man Wert auf bemalte und durch Inschriften datierte Kleiderschränke und Truhen und versah einfache Stühle mit reich geschnitzten Rückenlehnen. Um ein bemaltes Himmelbett gruppieren sich ländliche Kinderbetten und stühlchen.

In der 1836 gegründeten Wertheimer Gewerbeschule wurden unter technischer Anleitung von Heinrich Hofmann und Zeichenlehrer Andreas Fries vor Ort gute Holzhandwerker herangebildet. Möbelmodelle und Muster von Einlegearbeiten geben Zeugnis davon. Bis 1935 ließen Wertheimer ihre Eheschlafzimmer bei heimischen Schreinern anfertigen. Sie gelangten mit den Rechnungen ins Museum. Von den gezeigten Betten stammt das älteste aus der Zeit von 1775. Johann Wolfgang von Goethe soll bei seinen Besuchen im Schloss Stedten (bei Erfurt) darin geschlafen haben. Gräfin Lolo von Keller schenkte es 1945 einer schlesischen Flüchtlingsfamilie, die damit nach Wertheim zog.

Puppen und Puppenstuben

Nicht nur die Kleinen machen große Augen, wenn sie die Abteilung Kinderland-Zauberland mit Puppen und Puppenstuben im Grafschaftsmuseum entdecken.

Die seit Mai diesen Jahres eingerichtete ständige Ausstellung zeigt eine Auswahl der Wertheimer Privatsammlung von Laura Weidelt mit wertvollen Puppen und Puppenstuben, bzw. -küchen und weiterem Spielzeug aus dem 18. 20. Jahrhundert. Die Sammlung, die - in wechselnder Zusammenstellung - eine dauerhafte Bleibe im Grafschaftsmuseum gefunden hat, erfreut sich bei den Besuchern großer Beliebtheit. Schwerpunkt der derzeitigen Ausstellung sind französische und deutsche Porzellankopfpuppen aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert von Jumeau, Bru, Simon und Halbig, Armand Marseille und anderen berühmten Herstellern.

Daneben sind zahlreiche Puppenstuben und -küchen zu sehen, die nicht nur einen Eindruck vom Leben in der guten alten Zeit vermitteln, sondern bei vielen Besuchern auch sehr persönliche Erinnerungen wecken.

Auch der Museumsshop bietet zahlreiche Anregungen für weihnachtliche Einkäufe. Neben Katalogen und anderen schönen Büchern und Bildbänden werden mit Wertheimer Blaudruckmodeln handgedruckte Textilien sowie Seife aus Salon de Provence angeboten.

Adventssingen

Am Freitag, 19. Dezember, um 17 Uhr lädt das Grafschaftsmuseum wieder zum gemeinsamen Singen vor dem Museum ein. Bei Gebäck und Glühwein werden unter Begleitung durch das Bläserensemble der Stiftskirche gemeinsam Weihnachtslieder gesungen, zu denen Museumsleiter Dr. Jörg Paczkowski Interessantes zu erzählen weiß.

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag 10 bis 12 und 14.30 bis 16.30 Uhr
Samstag 14.30 bis 16.30 Uhr
Sonn- und Feiertage 14 bis 17 Uhr
Zum Wertheimer Weihnachtsmarkt am Samstag und Sonntag, 13. und 14. Dezember, von 14 bis 18 Uhr geöffnet

Grafschaftsmuseum und Otto Modersohn-Kabinett
Rathausgasse 6-10
97877 Wertheim
Telefon 09342 / 301 511
www.grafschaftsmuseum.de
grafschaftsmuseum@t-online.de

Kontaktdaten:
Stadt Wertheim
Fachbereich 3
97877 Wertheim
Tel.: 09342/301-300 oder -313
Fax.: 09342/301-503
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