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Unsere Heimat
Die Vulkaneifel blickt mit rd. 350 Vulkanen und Maaren auf eine äußerst feurige und spannende Geschichte zurück

21.05.2004 09:14
Eine erste vulkanische Phase lies erstmals vor rd. 40 Millionen Jahren die Eifel erbeben. Nach einer Zeit der Ruhe setzte in dem Gebiet zwischen Bad Bertrich und Ormont vor etwa 700.000 Jahren eine zweite Phase vulkanischer Aktivität ein, die ihren bisher letzten Höhepunkt in der Entstehung des Ulmener Maares vor etwa 10.000 Jahren fand. Für den Erdwissenschaftler, der es gewohnt ist in Jahrmillionen zu rechnen, ist die Vulkaneifel damit ein sehr junges Vulkangebiet. Nicht nur wegen dieses jungen Alters der Vulkanbauten und Ausbruchszentren, sondern vor allem wegen der Häufigkeit und Formenvielfalt der Maare ist die Vulkaneifel gleichermaßen für den Wissenschaftler wie auch für den touristischen Besucher ein interessantes Ziel.
Die Ablagerungen in den wassergefüllten Maaren und in den bereits verlandeten Trockenmaaren sind für den Wissenschaftler eine wahre Fundgrube für Informationen über die Klima-, Vegetations- und Lebensverhältnisse der Vorzeit. Das Archiv reicht dabei fast lückenlos von heute bis etwa 150.000 Jahre zurück. Das Eckfelder Maar erlaubt sogar die Rekonstruktion der Umweltbedingungen vor etwa 43 Millionen Jahren. Ziel ist es, aus den gewonnenen Daten und Erkenntnissen Hinweise auf die zukünftige Entwicklung der Klimaverhältnisse herauszufiltern.
Für den Besucher liegt in der besonderen Entstehungsgeschichte der Vulkaneifel der Reiz, diese Mittelgebirgslandschaft als Ziel auszuwählen. Die wassergefüllten Maartrichter - „Die Augen der Eifel“ - sind dabei nicht nur die einzigen Anziehungspunkte in der Region. Ausgehend von den ersten Geopfaden in Hillesheim wurden von den Gemeinden mit großem Einsatz in den vergangenen rd. 20 Jahren eine Vielzahl von touristischen Infrastruktureinrichtungen geschaffen, die in ihrer Vielfalt ihresgleichen suchen. Allein sechs Geo-Museen widmen sich naturwissenschaftlichen Themen neben über 200 mit Informationstafeln ausgeschilderten Standorten im Gelände, die auf den Geo-Pfaden und Geo-Routen zu Fuß, per Fahrrad oder mit dem Pkw erreicht werden können. Dem Besucher wie auch der Bevölkerung vor Ort wird damit eine umfangreiche Informationsquelle über die einzigartige Vulkan-eifel-Landschaft angeboten.

Die Philosophie die hier dahinter steht lautet: durch die Weitergabe wissenschaftlicher Erkenntnisse und Information das Verständnis über die natürliche Entstehungsgeschichte der Region zu fördern und auf diesem Wege ein stärkeres Umweltbewußtsein zu erzeugen.
Die geologische Vielfalt der Vulkaneifel ist einzigartig. Es gilt diese zu erhalten und als Naturerbe an die nachfolgenden Generationen weiterzugeben. Nicht zuletzt übt die vom Vulkanismus gestaltete Landschaft der Vulkaneifel eine besondere Anziehungskraft auf Menschen aus. Dem Fremdenverkehr bietet dieses besondere Landschaftsmerkmal die Chance, sich von anderen Mittelgebirgslandschaften deutlich abzuheben.


Quelle: Kreisverwaltung Vulkaneifel

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