Hotel auf Rädern:
Unterwegs mit einem Wohnmobil

Hotel auf Rädern:


24.06.2019 16:01
Klar, in einem Hotel oder Ferienhaus zu nächtigen gehört im Urlaub für die meisten von uns irgendwie dazu. Das Verreisen mit einem Wohnmobil mutet dagegen vielleicht noch etwas exotisch an. Das muss allerdings nicht so sein. Denn ein modernes Wohnmobil kann heute schon mal einem Hotel auf Rädern gleichen, das nahezu den gleichen Komfort bietet. Nur, was den Zimmerservice angeht, kann es da freilich nicht mithalten – noch nicht jedenfalls. Was macht das Verreisen mit dem Wohnmobil so besonders?

Titelbild: Campingplatz Nieder-Moos.

Wohnmobil oder Hotel? Das ist hier nicht die Frage
Wahrlich, die Frage ist nicht, ob es besser ist, mit einem Wohnmobil zu verreisen oder in einem Hotel zu übernachten. Die Frage ist vielmehr, welche Ansprüche und Erwartungen man an einen Urlaub bzw. eine Urlaubsreise überhaupt grundsätzlich stellt. Ist man eher an einem reinen Strandurlaub interessiert oder möchte man möglichst viele und intensive Naturerlebnisse sammeln und einen Hauch von Abenteuer verspüren? Möchte man abhängig oder möglichst flexibel sein?

Fakt ist, dass das Verreisen mit einem Wohnmobil keineswegs erhebliche Einschränkungen und Komforteinbußen mit sich bringen muss. Die technischen und architektonischen Möglichkeiten sind hier in den letzten Jahren immens gewachsen, insbesondere im Luxussegment. Wer schon mal mit einem Luxus Wohnmobil in den Urlaub gefahren ist, weiß, wovon hier die Rede ist. Natürlich gibt es Dinge, auf die man verzichten muss, wozu zum Beispiel der Platz gehört. Selbst im Luxussegment hat man räumlich gesehen eben schlichtweg begrenzte Möglichkeiten. Dennoch hat man selbst unter diesen Bedingungen immer noch eine Menge Komfort. Schließlich ist es ja auch nicht so, dass man den Urlaub selbst nicht im Wohnmobil verbringt, sondern sich dort hauptsächlich zum Schlafen, Essen und Erholen aufhält. Und dafür bieten die meisten modernen Wohnmobile – ob nun aus dem Luxussegment oder mit Standardausstattung – sehr gute Rahmenbedingungen.

Der entscheidende Vorteil beim Verreisen mit einem Wohnmobil gegenüber der Residenz in einem einzigen Hotel ist die damit verbundene Flexibilität. Abhängig ist man hier lediglich davon, geeignete Stellplätze zu finden, die über einen Stromanschluss verfügen und wo man Frischwasser nachtanken und den Fäkalientank entleeren kann. Wenn man dagegen ein Hotel oder ein Ferienhaus, sagen wir für 10 Tage, gebucht hat, dann sind alle Aktivitäten 10 Tage lang um diesen örtlichen Fixpunkt herum konzentriert. Mit einem Wohnmobil dagegen kann man sich auch mal spontan zum Verweilen an einem schönen Ort entscheiden oder andersherum einen Ort spontan verlassen, falls er einem nicht zusagt. Zudem hat man bei einem Wohnmobil eine direktere Verbindung zum Reisen an sich. Man baut eine besondere Verbindung zu der Strecke und den Orten auf, die man passiert und an denen man sich aufhält. Durch das Camping hat man zugleich auch die Chance, Natur hautnah zu erleben: Mit einem Glas Wein den Sternenhimmel bestaunen oder mit der Gitarre am Lagerfeuer sitzen. All dies ist möglich. Zum Schlafen erwartet einen ein bequemes Bett und ein sicheres Dach über dem Kopf, was etwa beim Zelten nicht immer bzw. nur bedingt der Fall ist.

Verschiedene Wohnmobiltypen für verschiedene Bedürfnisse
Wer sich dazu entschlossen hat, mal mit einem Wohnmobil zu verreisen, der muss sich im nächsten Schritt freilich auch entscheiden, mit welchem Typ von Wohnmobil er oder sie denn verreisen möchte. Wie erwähnt, gibt es hier zum einen eine gewisse Auswahl, was die Ausstattung angeht: Soll es eher funktional und günstig oder eher luxuriöser und üppiger sein? Zum anderen muss man sich auch für eine Form entscheiden: Soll es ein Alkoven, ein teil- bzw. vollintegriertes Wohnmobil oder gar ein Wohnbus sein? Reicht vielleicht auch ein Kasten- oder ein klassischer Wohnwagenanhänger?

Diese Fragen können selbstverständlich nur individuell beantwortet werden. Was sich dagegen generalisiert beantworten lässt, ist die Frage, welchen Führerschein man für das Führen eines Wohnmobils benötigt. Diese ist einfach zu beantworten: Wer etwa noch einen alten Führerschein Klasse 3 hat, darf Wohnmobile bis zu einem zulässigen Gesamtgewicht von 7,5 Tonnen fahren. Ansonsten benötigt man eben einen entsprechenden Führerschein. Für Busse oder LKW (es gibt auch Wohnmobile auf LKW-Basis) sind wiederum gesonderte Führerscheine zu erwerben. Mit dem regulären Klasse B Führerschein dürfen lediglich Wohnmobile mit einer Gesamtmasse von bis zu 3,5 Tonnen gefahren werden.

Man sieht letztlich also: Urlaub und Reisen sind sehr individuelle Angelegenheiten. Die einzelnen Bedürfnisse entscheiden letztendlich, welche Art des Reisens bzw. Urlaubmachens für einen die geeignetste ist. Wer jedenfalls auf der Suche nach intensiven Natur- und Reiseerlebnissen ist, sollte das Verreisen mit dem Wohnmobil zumindest mal in Erwägung ziehen.
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