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Berge voller Erlebnisse
Muße oder Musi: Auf den Gipfeln in Oberstdorf und im Kleinwalsertal gibt es in diesem Sommer wieder ein ungewöhnlich buntes und breites Programm

Berge voller Erlebnisse


28.07.2016 11:15
Giorgio Menegatti und Anja Baldauf sind sich bisher nicht begegnet. Und doch haben sie Gemeinsamkeiten: Sie sind hervorragende Musiker und treten jedes Jahr auf derselben ungewöhnlichen Bühne auf: auf dem Fellhorn in Oberstdorf. Hoch oben präsentiert heuer bereits zum 34. Mal der von Menegatti geleitete Bergsteigerchor Castion Faver seine stimmungsvollen Berglieder. Südstaatenflair hingegen herrscht, wenn Frontfrau Zydeco Annie alias Anja Baldauf und ihre Band, die Swamp Cats, zu deutsch „Sumpf-Katzen“, die Zuhörer auf eine musikalische Reise in den tiefsten Süden der USA mitnehmen. Umfangreich wie das musikalische Spektrum auf den Bergen in Oberstdorf und im Kleinwalsertal ist in diesem Sommer auch wieder das gesamte Programm. Denn die Berge sind Kraftplätze und Ruhepole aber auch Begegnungsstätten. Nebelhorn, Fellhorn/Kanzelwand, Söllereck, Walmendingerhorn, Heuberg und Ifen sind obendrein Erlebniswelten für die ganze Familie.

Titelbild: Musikkapelle Engetried (bei einem Auftritt auf der Kanzelwand). Copyright: Bergbahnen Oberstdorf / Quelle: PR Stremel

Muße oder Musi – den Verantwortlichen der Oberstdorfer Erlebnisberge ist es gelungen, diesen Spagat gekonnt zu meistern. „Wir versuchen, das gesamte Spektrum abzudecken, ohne dabei an Authentizität zu verlieren“, erläutert Augustin Kröll, der seit über 25 Jahren für die Geschicke der örtlichen Bergbahnen verantwortlich zeichnet. So präsentieren sie auf den Bergen und in den dort angesiedelten Restaurants ein Programm, das Blues und Berglieder, Südstaaten-Sound und verträumte Harfenklänge zum Sonnenuntergang, Bergmessen, Dichterlesungen und volkstümliche Musik gleichermaßen zum Klingen bringt.

Zwischen Besinnung und Beschallung, Ruhe und Rummel haben die Allgäuer und Kleinwalsertaler stets für das rechte Maß gesorgt. Gelten Bergspitzen doch seit Jahrtausenden als Wohnsitz der Götter – und Orte voller Energie. Als bedeutungsvolle Kraftplätze abseits des Alltags faszinieren sie die Besucher gerade heute in der modernen Hightech-Welt. „Wer runter kommen will, muss hinaufgehen“, formuliert es Peter Schöttl, Vorstand der Nebelhornbahn-AG, knapp. Stille, Einsamkeit und ein atemberaubender Panoramablick auf die Allgäuer Bergwelt, flankiert von blühenden Alpenrosen: Schöttl und seine Kollegen haben gar einen eigenen Berg der Sinne für die ruhigen Stunden ganz oben reserviert. Das Walmendingerhorn im Kleinwalsertal ist der ideale Ort zum Abschalten. Wer auf der Doppelliege im Schatten von hölzernen Klangstehlen Platz nimmt, lässt den Alltag sprichwörtlich unter sich. Und selbst das gastronomische Angebot wurde auf die Horizontale abgestimmt – bedient wird der Gast auch im Liegestuhl.

Kraftplatz und Kontemplation sind die eine, Spaß und Erlebnisse die andere Seite jener Berge im Süden Deutschlands, denen es gelungen ist, alle Generationen zu faszinieren. Allerdings ist der alpine Nachwuchs nicht allein mit romantischen Bergsteigerliedern zu locken. Wie werden Berge cool?, lautet hier die naheliegende Frage. „Die passende Antwort sind unsere Erlebniswelten“, erklärt Jörn Homburg, Marketingleiter der Bergbahnen. Stimmige und passende Angebote wie das Burmiwasser auf der Kanzelwand erfreuen sich großer Beliebtheit. Hier hat man sich dem feuchten Element verschrieben. An verschiedenen Stationen können die Kinder nach Herzenslust mit Wasser spielen und experimentieren, spritzen, stauen, Spaß haben.

Antworten auf geologische Fragen, Informationen über den König der Lüfte – den Steinadler – und über das Murmeltier sowie wohl dosiertes Wissen über die Besonderheiten des Hochgebirges: Auf dem Höfatsweg am Nebelhorn gibt es „laufend“ viel Interessantes zu erfahren. Ebenfalls auf dem Nebelhorn, dem Oberstdorfer Hausberg, überrascht ein Hinweisschild, das viele nicht fehlerfrei ablesen können, aber später für Begeisterung sorgt: „Uff d’r Alp“ („auf der Alpe“), ein drei Kilometer langer Naturerlebnisweg erlaubt Unerhörtes: Hier darf man den Jägersteig erklimmen und die Hängebrücke zum Schaukeln bringen. Verbotsschilder sind Fehlanzeige. Mitmachen ist angesagt.



Ist das Walmendingerhorn der Ruhe und Entspannung vorbehalten, so lässt sich das Söllereck vor den Toren Oberstdorfs als Familienberg schlechthin bezeichnen. Ob auf dem AllgäuCoaster, der über Wellen und durch Kurven ins Tal saust, oder im Kletterwald – hier haben stets Kinder Vorfahrt. Aber auch die Eltern können beim Klettern Höhenluft schnuppern. Der knapp vier Kilometer lange Naturerlebnisweg führt zu vielen informativen Stationen und bietet mit dem Baumstammtelefon eine gute Verbindung.

Wer etwas tiefer einsteigen will in die Welt der Berge und ihrer Bewohner, ist zu echten Entdeckungsreisen in die alpine Welt eingeladen. Von Experten geführte Wanderungen eröffnen jede Woche spannende Themen. So werden unter dem Titel „Faszination Alpenvögel“ die 21 wichtigsten Alpenvogelarten am Nebelhorn vorgestellt. Um Kühe und Käse kreist der Besuch auf der Schlappoldalpe am Fellhorn im Rahmen der beliebten Käsereibesichtigung. Linda und Florian Seltmann verbringen heuer den neunten Sommer hier oben und weihen ihre Besucher ein in die Kunst des Käsemachens. Über Blumen, Blüten und noch mehr informieren neben weiteren geführten Touren auch die Bergschau 2037 in der Fellhorn-Gipfelstation, der Blumen- und Wanderlehrpfad am Fellhorn, der Alpenblumenlehrpfad am Walmendingerhorn und der geologisch-botanische Lehr- und Wanderpfad am Nebelhorn.

Sommerzeit ist Familienzeit: Deshalb zeigen die Bergbahnen an Fellhorn/Kanzelwand, Ifen, Heuberg, Söllereck und Walmendingerhorn auch heuer wieder ihr großes Herz für Familien: In Begleitung eines Eltern- oder Großelternteils mit gültigem Ticket zahlen alle Kids bis 18 Jahre (Jahrgang 1998) den ganzen Sommer über nichts. Am Nebelhorn fährt ab dem zweiten auch jedes weitere Kind gratis. Und wer seine Kinderkraxe vergessen hat, kann in den Deuter-Testcentern an Fellhorn, Kanzelwand, Nebelhorn, Söllereck und Walmendingerhorn kostenlos ein neues Modell leihen.

Weitere Informationen: www.das-hoechste.com






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