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Von roten „Princen“ und „Graven“
Die Zeit der Apfelernte in der Urlaubsregion Altes Land am Elbstrom hat begonnen

Von roten „Princen“ und „Graven“


22.09.2015 12:32
Blühende Apfelbäume tauchen die Urlaubsregion zur Frühlingszeit in ein rosarotes Meer aus Blüten, der Sommer lässt die Blüten zu Äpfeln reifen – und jetzt ist Erntezeit im Alten Land am Elbstrom- dem größten geschlossenen Obstanbaugebiet Nordeuropas! Bis in den November hinein werden die frischen Äpfel gepflückt und erfreuen die rot-leuchtenden Früchte Auge und Gaumen in zahlreichen Hofläden, Hofcafés oder auf einem der bunten Hoffeste. Eine Radtour durch die Urlaubsregion Altes Land am Elbstrom ist gerade zur Erntezeit ein ganz besonderes Erlebnis! Der Elbe-Radwanderbus bringt Radfahrer und Spaziergänger an die elbnahen Ausflugsorte der Region.

Titelbild: Familie mit Apfelgroßkiste, © Tourismusverband Stade

Einheimische und Besucher dürfen sich auf hochwertige Äpfel freuen
Der Sommer hat ganze Arbeit geleistet um die Früchte in ganzer Pracht gedeihen zu lassen. Bereits jetzt ist die Ernte der Frühäpfel wie Astramel, Delbarestival, Gravensteiner und James Grieve in vollem Gange. Die Obstbauern im Alten Land am Elbstrom erwarten in diesem Jahr eine Ernte von etwa 245.000 Tonnen- das sind voraussichtlich mehr als 1,5 Milliarden Stück an der Niederelbe. Im Landkreis Stade werden auf über 7000 ha Äpfel angebaut. Nach der Rekordernte vom letzten Jahr von 370.000 Tonnen also ein Rückgang der Erntemenge. Die Gründe dafür sind vielschichtig: Natürliche Schwankungen nach der Rekordernte, eine spätere Blüte, als im Vorjahr, ein relativ kühler Mai und trockener Juni. Was sich zum Vorjahr nicht geändert hat ist die prognostizierte hervorragende Qualität. Fruchtgröße und auch die Fruchtfleischfestigkeit wurden von den hohen Durchschnittstemperaturen und den zahlreichen Sonnenstunden positiv beeinflusst. Die Äpfel leuchten schön ausgefärbt an den Bäumen und das ausgewogene Zucker-Säure- Verhältnis sorgt für einen guten Geschmack. Für 1,50 € bis 2 € ein leckeres und preiswertes Vergnügen.

Äpfel aus der Urlaubsregion - Einzigartige Früchte und extravaganter Gaumenschmaus durch ein ganz besonderes Klima
Die Urlaubsregion Altes Land am Elbstrom ist besonders geprägt vom Obstanbau entlang der Elbe und eine der traditionsreichsten Landschaften Norddeutschlands. Die Äpfel reifen durch den Einfluss des milden, feuchten Seeklimas der Nordsee und profitieren von einem ausgeglichenen Wasserhaushalt und ca. 1500 Sonnenstunden im Jahr. Dadurch entwickeln die Früchte eine dünne Schale und ein ganz besonderes Zucker-Säure-Verhältnis: die Garantie des besonderen Aromas. Die Äpfel zeichnen sich durch eine gute Fruchtgröße aus und bieten einen hohen Zuckeranteil. Als Frühäpfel als erstes frisch gepflückt in den Hofläden und auf den Märkten knackfrisch erhältlich: die frühen Sorten wie Roter Gravensteiner, Delbarestivale und Jamba. Die Hauptsorten wie z.B. Elstar und Holsteiner Cox sowie die Clubsorte Red Prince® werden ab Mitte September geerntet.

Ein kleiner Geschmackswegweiser für ausgewählte Sorten mit Gaumenfreude-Garantie:
* Roter Gravensteiner: feinfruchtig, würzig duftend
* Delbarestivale: süß-säuerlich, saftig
* Jamba: erfrischend, fruchtig aromatisch
* Elstar: süßlich-fein, säuerlich
* Holsteiner Cox: würzig fruchtig, fein säuerlich
* Red Prince® : knackig, saftig süßlich

Obstige Veranstaltungen und fruchtige Gerichte rund um den Apfel
Gehöfte mit großen reetgedeckten Fachwerkhäusern und den weitreichenden Obsthöfen bestimmen das Bild in der Urlaubsregion Altes Land am Elbstrom. Zur Obstblüte verzaubert diese Region jedes Jahr Besucher aus aller Welt - doch richtig lecker wird es in der herbstlichen Erntezeit, wenn in den urgemütlichen Hofläden und auf Märkten die bunten knackigen Früchte angeboten werden und sich in den Hofcafés und Restaurants alles um den Apfel dreht.
Wenn ab September die roten Äpfel an den Bäumen leuchten, stehen süßer Apfelkuchen, Apfelaufläufe oder deftige Apfelpfanne und Apfel-Cordon Bleu auf den Speisekarten der regionalen Restaurants und Cafés. Auch in den Hofläden steht der Apfel dann im Mittelpunkt des Geschehens. Neben erntefrischen Äpfeln in mehr als 30 Haupt- und sogenannten Clubsorten werden auch Apfelchips, Apfelkonfitüren, Apfelgummibärchen oder frische Apfelsäfte und sogar Apfelsecco angeboten.
Wenn die Erntezeit beginnt, beginnen auch die zahlreichen Festlichkeiten rund um den Apfel. Die Altländer Apfeltage stellen ein besonderes kulinarisches Highlight dar. Am 12. und 13. September findet im Rahmen der Altländer Apfeltage der „Tag des offenen Hofes“ im Obstgarten Altes Land statt. Verschiedene Obsthöfe heißen Besucher an dem Wochenende herzlich willkommen. Neben Obsthofführungen wird ein abwechslungsreiches Programm rund um den Apfel für Groß und Klein geboten! Auch eine Radtour zu den verschiedenen Höfen auf der Obstroute bietet sich an.
Ein weiterer Höhepunkt ist das Apfelfest in Steinkirchen am 20. September. Hier findet die Krönung der neuen Apfelkönigin des Alten Landes "Ollanner Appelkeunigin" statt. Ein buntes Unterhaltungsprogramm mit Shantychor, einem legendären Kuchenbuffet und verschiedene Kunsthandwerker warten auf gutgelaunte Besucher- einem Schmied kann bei der Arbeit über die Schulter geschaut werden.

Auch beim Kehdinger Apfeltag am 4. Oktober 2015 dreht sich in Drochtersen, Freiburg und Oederquart im Norden der Urlaubsregion wieder alles um den Apfel. Umrahmt wird das Fest von einem verkaufsoffenen Sonntag sowie einer bunten Veranstaltungsmeile in Drochtersen. In Freiburg findet zeitlich der Bockmarkt statt – ein Spaß für die ganze Familie. Natürlich dürfen auch beim Kehdinger Apfelfest gastronomische Angebote rund um den Apfel, Obsthofführungen sowie der Verkauf regionaler und saisonaler Produkte in den verschiedenen Hofläden nicht fehlen.

Ein Herz für Äpfel - Spannende Erlebnisse rund um den Apfel
Außerhalb dieser festen Termine bietet das Alte Land noch weitere spannende, lustige und lehrreiche Erlebnisangebote rund um das Thema Apfel. Besonders zur Erntezeit ist es für Apfelliebhaber und andere Obstgenießer spannend zu erfahren, welchen Weg die knackigen Früchte vom Baum bis hin zum Verbraucher nehmen und wie sich ein Obstbaum im Laufe seines Lebens entwickelt. Darum bieten zahlreiche Obsthöfe im Alten Land am Elbstrom Hofführungen oder weitere Angebote an, bei denen Wissenswertes über den Obstanbau an der Niederelbe vermittelt wird. Urlauber können mit dem „Obsthof-Express“ Erlebnisfahrten durch die Obstplantagen unternehmen und alles rund um den köstlichen Apfel - vom Pflanzenanbau über fruchtschonende Ernte bis hin zur sauerstoffreduzierten Lagerung des Obstes über den Winter - erfahren.
Als Krönung eines solch lehrreichen Tages auf dem Obsthof wird abschließend auf manchen Höfen das Ablegen des „Apfeldiploms“ oder des „Kleinen Obsthofabiturs“ angeboten. Hier müssen die Besucher beim Äpfel schälen oder dem Erkennen verschiedener Apfelsorten ihr jüngst erlangtes Wissen auf locker-spaßige Art und Weise unter Beweis stellen und können anschließend stolz ihre Urkunde mit einem Bildungsabschluss der besonderen Art präsentieren.
Wer einmal das Entstehen eines Apfels von der Blüte bis hin zur reifen Frucht ganz persönlich erleben möchte, sollte „Apfelpate“ werden und ein Jahr lang die Entwicklung des „eigenen“ Baumes mit zu verfolgen. Zur Blüte- und zur Erntezeit kann der mit dem Namen seines Paten gekennzeichnete Baum natürlich auch „besucht“ werden und im Herbst dürfen alle Früchte dieses Baumes selber geerntet werden.

Mit dem Fahrrad durch die Region: Auf der Obstroute durch den Obstgarten Altes Land
Wer das Alte Land in seiner „fruchtigen Pracht“ entdecken möchte, für den ist die Obstroute die ideale Strecke. Kleine Apfelbäume, die sich unter ihrer Last biegen, Großkisten oder ganze Anhänger voll roter, frischer Früchte und überall der Duft nach frischen Äpfeln – es ist ein Erlebnis, durch die prallen Apfelplantagen zu radeln und die Ernte der Äpfel hautnah mitzuerleben. Auf der „Obstroute“ radelnd lassen sich die Schönheiten des größten geschlossenen Obstanbaugebiets in Deutschland entdecken. Sie führt in zwei Schleifen von 36 und 37 km Länge durch die Region.
Das Logo der Obstroute weist dem Radler den Weg: Der grüne Apfel und die rote Kirsche, abgebildet in einem roten Fahrradreifen leiten entlang der sich idyllisch zur Elbe schlängelnden Flüsschen Schwinge, Lühe und Este oder dem großen Strom selbst, vorbei an Kirsch- oder Apfelbäumen bis hin zur Hansestadt Stade und der Märchenstadt Buxtehude.
Es geht vorbei an zahlreichen Obsthöfen und über idyllische Wege durch die Obstplantagen, über die weiße Hogendiekbrücke und zum Lühe-Anleger. Hier lohnt sich ein Blick über den Deich und zu den „dicken Pötten“ auf der Elbe.
In Jork ist der Besuch des „Gräfenhofes“ ein „Muss“ – zu den Öffnungszeiten des Jorker Rathauses ist dieses historische Gebäude auch für Besucher geöffnet. Ebenso sehenswert sind das Fachwerkensemble der „Bürgerei“, die Kirchen in Jork und Borstel oder das „Museum Altes Land“ sowie der neu gestaltete Obstlehrpfad.
Die Hansestadt Stade und die Märchenstadt Buxtehude sind gute Ausgangs- oder Zielpunkte einer Tour auf der Obstroute. Bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Obstkuchen in einem der gemütlichen Restaurants und Straßencafés, zwischen den blank geputzten Fachwerkhäusern und in den pittoresken Gassen oder am historischen Hafen beginnt ein erlebnisreicher Radlertag – oder klingt ein ebensolcher gemütlich aus. Beide Altstädte bieten ein hanseatisches Flair und ganz besondere Shoppingerlebnisse. Buxtehude besticht u.a. durch die Mühle am Fleth, den Marschtorzwinger und den Stavenort. Für Stade sind Hansehafen, Schwedenspeichermuseum und Burggraben charakteristisch.



Zur Apfelernte mit dem Elbe-Radwanderbus
Der Freizeitbus mit Fahrradanhänger fährt bis zum 4. Oktober jedes Wochenende durch die Urlaubsregion Altes Land am Elbstrom. Zur Erntezeit lassen sich das geschäftige Treiben auf den Obsthöfen und die vielfältige Natur per Rad kombiniert mit dem Elbe-Radwanderbus ideal erleben.

Der Bus verkehrt ab Harsefeld über Horneburg, Stade, das Alte Land und Kehdingen bis hinauf nach Balje. Auch der Audio-Erlebnisguide „Hörgenuss im Elbe-Radwanderbus“ ist eine schöne Zusatzleistung, er informiert über Sehenswertes am Wegesrand. Die Fahrtzeiten sind so abgestimmt, dass Metronom, S-Bahn, Lühe-Schulau-Fähe, Moorexpress und EVB immer zeitnah verkehren und Wartezeiten somit vermieden werden. Der mitgeführte Fahrradanhänger bietet Platz für 16 Fahrräder, eine Reservierung ist nicht möglich. Die Kosten für eine Tageskarte betragen vier Euro pro Person (ab sechs Jahren), eine Familienkarte (maximal zwei Erwachsene und drei Kinder bis 14 Jahre) ist für neun Euro zu haben – Fahrradmitnahme inklusive. Abfahrtszeiten und weitere Infos unter www.elbe-radwanderbus.de.

Alle Informationen zur Urlaubsregion Altes Land am Elbstrom wie z.B. zur Apfelernte, Fahrradtouren auf der Obstroute, zum Elbe-Radwanderbus etc. gibt es beim Tourismusverband Landkreis Stade/Elbe e.V unter www.urlaubsregion-altesland.de sowie www.radeln-altesland.de;

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