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„Löffeln“ lernen in Lenggries
Hosentaschenmusik auf bayerisch:

„Löffeln“ lernen in Lenggries


22.05.2015 14:56
Die neu aufgelegten Volksmusikkurse in der Isargemeinde sorgen bei großen und kleinen Gästen für nachhaltige Urlaubs-Erlebnisse.

Titelbild: Jodel-Seminar in der schönen Landschaft des Isarwinkels. Foto: Norbert Zandt

„Ya-gga-ta-tam“: So klingt es, wenn man mit zwei Holzlöffeln einen einfachen Takt schlägt. In Lenggries zeigen Norbert Zandt und Jan Langer von „Yaggatatam“ in Anfänger- und Fortgeschrittenen-Kursen im Frühjahr und Sommer, wie man Grundmelodien aber auch variantenreiche Spielformen mit dem Perkussionsinstrument erzeugt. Etwas Rhythmusgefühl und Spaß am Musizieren sind die einzigen Voraussetzungen. Der nächste Einsteiger-Workshop findet am 6. Juli statt und kostet zehn Euro für Erwachsene bzw. acht Euro für Kinder (mit Gästekarte acht bzw. fünf Euro). Urlauber, die noch weiter in die alpenländischen Weisen eintauchen wollen, starten zu einer Jodel-Wanderung im Isarwinkel, die mehrmals im Jahr angeboten wird. Das Arrangement enthält neben der Einführung ins Jodeln eine Hotel-Übernachtung, ein Frühstück, ein Brotzeitpaket für die Wanderung sowie ein Abend- und ein Mittagessen.

„Zuerst muss man wissen, wie man die Löffel richtig hält. Denn wir spielen damit schnell und rhythmisch“, erklärt Norbert Zandt, Leiter der Workshops. Er freut sich jedes Mal wieder über die Überraschungserlebnisse bei den Teilnehmern: Man lernt im Handumdrehen zwei, drei Grundtechniken und einfache Stücke im Zwei-Viertel-Takt zu schlagen und sogar das mehrstimmige Musizieren. Und erfährt nebenbei, dass sich die „Löffelei“ bestens mit anderen Instrumenten variieren lässt. Wie wäre es mit einer Maultrommel?

„Das Löffelschlagen gehört zum traditionellen bayerischen Brauchtum, das wir pflegen und erhalten wollen“, sagt Ursula Grottenthaler, Tourismusleiterin der Gästeinformation Lenggries. Kinder können ab zehn Jahren mitmachen, denn fürs Umfassen der Musiklöffel müssen die Hände groß genug sein. Die Perkussionsinstrumente aus stabilem Ulmen- oder Eschenholz werden für die Anfänger-Kurse bereitgestellt. Norbert Zandt und Jan Langer lassen sie in einer Schreinerei unweit von Lenggries handfertigen. Übrigens: Echten Löffel-Profis wie Jan Langer gelingt es, fast die ganze Tonleiter mit dem Hosentascheninstrument zu spielen.



Nicht die richtige Fingerhaltung, sondern der passende Einsatz von Kopf- und Bruststimme zählt hingegen bei der zweitägigen „Isarwinkler Jodel-Wanderung“ mit Kursleiter Markus Prieth. Übernachtet wird im Lenggrieser Outdoorhotel „Jäger von Fall“ am Sylvensteinsee. Nach einem spielerischen „Warming Up“ geht’s auf die Alm, wo die Gruppe Weisen aus dem gesamten Alpenraum schmettert. Ähnlich wie beim Löffelschlagen ist der Lerneffekt ein rascher. Schon nach kurzer Zeit setzen die Novizen – über die eigenen Fähigkeiten erstaunt – zu einem dreistimmigen Jodler an.

Termine und Infos: www.yaggatatam.com, www.lenggries.de

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