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Von Bunjab nach Bayern auf die Zugspitze
Die Biographie von Zugspitz-Koch Mohammed Akram ist so exotisch wie seine Küche

Von Bunjab nach Bayern auf die Zugspitze

28.11.2007 15:13
Mohammed Akram kocht seit mehr als zehn Jahren auf der Zugspitze. Der in Bunjab, Pakistan geborene Koch arbeitete schon in Abu Dhabi, München und Barcelona, bevor es ihn vor vielen Jahren durch Zufall auf Deutschlands höchsten Berg verschlug. Das ungewöhnliche Konzept, in einem Bergrestaurant neben deftiger Kost auch asiatische und sogar ayurvedische Küche auf die Karte zu setzen, hat ihn über die Zugspitze hinaus bekannt gemacht. Bei der Eröffnung des Gletschergartens am 23. November 2007 hat er sein erstes Buch vorgestellt. Ab Januar 2008 gibt er Kochkurse auf der Zugspitze.
Foto: Zugspitz-Koch Mohammed Akram in Aktion in der neuen Show-Küche des Gletschergartens

Am 23. November ist Mohammed Akram vom Restaurant SonnAlpin ins neue, gläserne Restaurant Gletschergarten umgezogen. An diesem Tag präsentierte er auch sein erstes eigenes Kochbuch mit dem Titel „Akram´s kulinarische Zugspitz-Genüsse“ und ab Januar 2008 wird er auf dem Zugspitzplatt Kochkurse geben. Mohammed Akram ist ein vielbeschäftigter Koch und wenn er hinter seiner neuen Show-Küche hervorlächelt und die Gäste in ein Gespräch verwickelt, ahnen diese, dass er noch viel mehr als das ist. „Ich liebe meinen Beruf“, so Akram. Und: „Ich bediene meine Kunden sehr gerne.“ Vielleicht ist es diese Mischung, die seine Authentizität ausmacht. „Es ist eine große Ehre für mich, meinen Lebensunterhalt auf Deutschlands höchstem Berg verdienen zu dürfen“, so Akram. Heimweh? „Meine Heimat ist, wo ich lebe. Meine Gäste sind meine Familie“, antwortet er. Und für die kocht er nicht nur à la minute, sondern auch mit Leib und Seele.

Erst nachdem ein Gast sein Gericht ausgewählt hat, beginnt Akram mit der Zubereitung. Bedächtig und dabei schnell arbeitet er mit den Zutaten. Ehe sich der Gast versieht, reicht ihm Akram seinen fertig zubereiteten und dekorierten Teller über den Tresen. „Essen ist ein ganzheitliches Erlebnis“, bemerkt er. „Nicht nur das Auge isst mit. Von der Begrüßung bis hin zur Verabschiedung muss alles stimmen.“ Denn: „Wenn ein Gast hier rausgeht, soll er glücklich sein.“

Die Speisekarte im neuen Restaurant Gletschergarten wechselt täglich und nur ganz selten entdecken Stammgäste darauf ein Gericht zum zweiten Mal. „Ich überlege mir ständig, welche Nahrungsmittel harmonieren und wie diese optimal kombiniert und natürlich gut schmecken könnten und sollen“, erklärt Akram seine Kreativität. „Und die Vorstellung stimmt mit dem Endprodukt immer zu 99,9 Prozent überein.“

Nach seiner dreijährigen Kochlehre in Pakistan absolvierte Akram eine Art Fortbildung bei einem Meister, wie er ihn nennt, dessen Schwerpunkt auf ayurvedischer Küche lag. Dieser hat ihm gezeigt, dass jedes Gewürz seinen eigenen Zeitpunkt hat, an dem es zum Gericht dazu gegeben werden muss. Den Bezug zur traditionellen indischen Heilkunst hatte Akram schon vor seiner Ausbildung: Seine Familie besteht in siebter Generation aus Medizinern, die nach dem traditionellen Heilwesen arbeiten. Was versteht jemand, der mit Ayurveda aufgewachsen ist unter Gesundheitslehre? „Ayurveda heißt übersetzt ‚das Wissen vom Leben’ und für mich bedeutet es insbesondere alles, was mit Natur verbunden ist“, grenzt Akram den Begriff für sich ein. Gesunde Küche passt da auch hervorragend zu seiner Philosophie: „Wenn man das Rohprodukt liebt, kann man kochen“, so seine Überzeugung. Und dass er das beherrscht, zeigen alleine die vielen, insbesondere auch weiblichen Stammgäste, die sich immer wieder vor seiner asiatischen Kochecke im SonnAlpin eingefunden haben.

„Meine Gäste sind zu 80 Prozent Frauen“, erzählt der pakistanische Koch, der schon fast perfekt bayerisch spricht. „Frauen ernähren sich bewusster als Männer und sind eher bereit, etwas Neues auszuprobieren“. Am meisten freute sich Akram, als ihm einmal eine Kundin sagte, dass sie automatisch an ihn denkt, wenn irgendwo der Name Zugspitze fällt. „Dann weiß ich, dass ich meine Gäste glücklich nach Hause geschickt habe“, erklärt Akram.

Mit seinem ersten Kochbuch und dem Kochkurs in der Show-Küche des Gletschergartens erfüllt sich Mohammed Akram einen Traum. „Der direkte Kontakt zu unseren Gästen liegt mir sehr am Herzen. Ich möchte meine Rezepte und kleinen Küchengeheimnisse direkt an sie weitergeben und vermitteln. Mit dem Buch und dem Kochkurs kann ich beides wunderbar vereinen“, so der sympathische Koch. Mit Mohammed Akram heißt es auf der Zugspitze: Kochen lernen auf höchstem Niveau.

Weitere Auskünfte: Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG Olympiastraße 27 D-82467 Garmisch-Partenkirchen Fon (0 88 21) 797 0 Fax (0 88 21) 797 901 zugspitzbahn@zugspitze.de
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