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Länderinformation: Österreich

The Nocky Mountains
Kärntens köstliche Rundungen

26.04.2007 13:04
Nach Wildnis, Abenteuer und romantischer Einsamkeit in zackiger Felslandschaft klingt der Spitzname der Kärntner Nockberge. Auf den ersten Blick wirken die runden Nockberge aber eher so sanft wie »Salzburger Nockerln«. Keine Spur von »Action«? Weit gefehlt: Die Nocky Mountains bieten knackigen Singletrailspaß und großartige Aussichten.

Die Nockberge im Kärntner Norden sind ein Leckerbissen für echte Bike-Gourmets. 1000 Kilometer Mountainbike- und Radstrecken mit insgesamt 20 000 Höhenmetern dürften für einen Bike-Urlaub genügend Auswahl bieten - und auch für einen zweiten und dritten Trip in die Nocky Mountains bleibt noch genügend unentdecktes Trailvergnügen übrig. Aber warum heißen hier eigentlich die Berge »Nocken«? Der »Nockbike«-
Projektleiter Michael Maier vom Bike-Kompetenz-Zentrum Krainer in Feld am See weiß die Antwort: »Die Nockberge sind sanft und rund geformt und haben keine felsigen und steilen Gipfel - wie Nocken eben.« Bei manchen könnte man, wenn man denn will, sogar den Kinderwagen hinaufschieben, so sanft seien die Anstiege. Rund, sanft und Nocken: Da drängt sich unter Umständen der Verdacht auf, es könnte sich um ein Bikerevier für Softies handeln. Weit gefehlt!

Mountainbiketouren jeder Spielart
Die Nockberge rund um Bad Kleinkirchheim haben viele Heraus-
forderungen für Kletterspezialisten und Downhillliebhaber in petto. Die Felsbäuche, so zum Beispiel der Große Rosennock, wölben sich nämlich bis zu einem stolzen Maß von über 2 400 Metern in die Höhe. Übrigens: Die Legende sagt, der Rosennock stehe auf vier gewaltigen goldenen Säulen und im Inneren des Berges warte ein sagenhafter Schatz. Unser Tipp für die Adrenalin-Schatzsucher: Auf der Zwei-Seen-Wiesenwald-Tour geht‘s ganz schön zur Sache! Da warten ein Freeride-Areal, Singletrails und der Downhillpark Afritzersee/Verditz auf die Abfahrtsjünger. Für die nötige Kondition und Technik muss man vorher selbst sorgen, denn auf der Tour III ist von beidem einiges aus der Schublade zu holen. Wer (noch) nicht über die nötige Technik für die superscharfen Trails und Downhills verfügt oder einfach lieber genüsslich mit Kind und Kegel radelt, den erfreuen die Nockberge mit wunderbaren Seen-Routen. Eine Rundfahrt beispielsweise um den Millstätter See ist wunderbar familientauglich. Unser Tipp für eine gemütliche Tour für Mountainbiker mit technischen Grundkenntnissen: Vom Afritzer See geht es durch variantenreiches Gelände bis zum Millstätter See (Tour I). Und noch eine Legende: Wussten Sie, wie der Millstätter See zu seinem Namen kam? Ein Heide namens Domitian habe seinen Sohn in dessen Fluten verloren. Er legte den See so weit trocken, bis er die Leiche fand. Er ließ sich taufen und warf 1 000 heidnische Statuen ins Wasser - aus »mille statue« wurde Millstatt.
Wer ein bisschen mehr Gas geben möchte, dem legen wir die Tour zum Kolmnock (Tour II) ans Herz. Mit gut 43 Kilometern und 1 800 Höhenmetern hat es die Route in sich, die Trails sind schon ein wenig technischer und für fortgeschrittene Mountainbiker zu empfehlen. Das riesige Tourenrepertoire der Nockberge ist in der neu erschienenen Kompass-Nockberg-Karte exakt beschrieben: 43 verschiedene beschilderte Touren mit allen Serviceleistungen, vom Drautal bis zum Katschberg und vom Goldeck bis ins Gurktal.

Bürgerinitiative gegen Skischaukel
Doch eines sollte man im Nationalpark drang beschränkt man in der Naturschutzzone auf die ausgeschilderten Wege, abseits der Biketrails darf man von den Nocken nicht kosten. Vor etwa 35 Jahren konnte man schon beinahe das Knattern der Kettensägen hören.

Author: Bike Sport News 4/07
Erscheinungsdatum: 26.04.2007
Artikel gehört zu: Nockberge

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