Sehenswürdigkeiten Dinkelsbühl

Dinkelsbühl
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Bäuerlinsturm, Dinkelsbühl

Bäuerlinsturm
Dinkelsbühl

Münster St. Georg, Dinkelsbühl

Münster St. Georg
Dinkelsbühl

Weitere Sehenswürdigkeiten Dinkelsbühl:


Altes Rathaus
Das Alte Rathaus Dinkelsbühls stammt im Kern aus dem 14. Jahrhundert und steht am Altrathausplatz. Es diente in der Zeit zwischen 1484, nachdem das vorherige Rathaus abgebrannt war, und 1855, als die Stadtverwaltung in die ehemalige Sternwirtschaft an der Segringer Straße zog, als Rathaus der Stadt.

Für den Bau kaufte die Stadt zwei Wohngebäude an dieser Stelle und verband sie durch ein Torhaus. So entstand die Anlage mit vier Flügeln um einen Innenhof und drei Geschossen. Das ehemalige Patrizierhaus wurde zum unverputzten Quaderbau mit Spitzbogenportal und Freitreppe.

Während des 16. Jahrhunderts wurde es umgestaltet und erweitert. Später wurde das heutige Baudenkmal als Schulhaus genutzt und im Jahr 1919 musste es nach einem Brand wiederaufgebaut werden.

Heute sind hier das „Haus der Geschichte Dinkelsbühl von Krieg und Frieden" und die Tourist Information beheimatet. Gemeinsam mit dem Löwenbrunnen und dem Wörnitztor bietet es alljährlich den Schauplatz der Stadtübergabe an die siegreichen schwedischen Truppen.

Neues Rathaus (Baujahr: 1733)
Das Neue Rathaus in Dinkelsbühl stammt aus dem Jahr 1733. Errichtet wurde es zunächst als Privathaus für den Posthalter, Senator und späteren Bürgermeister Bauer. Es ist bereits seit 1855 der Sitz der Stadtverwaltung.

Das imposante Gebäude trägt einen Adler auf der Fassade in seinem Giebel. Darunter ist über dem Haupteingang ein Spruchband zu sehen, das ein Zitat aus dem sogenannten "Richtungsbrief" aus dem Jahr 1387 enthält. Dieser diente der Beteiligung der Zünfte am Stadtregiment.

Gegenüber dem Rathaus befand sich ein Gasthaus in dem Johann Wolfgang von Goethe im Jahr 1797 auf seiner Reise nach Nürnberg zu Gast war.

Karmeliterkloster
Das ehemalige Kloster der Karmeliten wurde im Jahr 1290 in Dinkelsbühl auf dem Grund des ehemaligen staufischen Hofgutes an der Wörnitzfurt gegründet und der Heiligen Katherina geweiht.

Es hielt sich bis zu der Säkularisation im Jahr 1803 und beheimatete danach eine Brauerei, ein Salzlager, ein Kinderheim und eine Schule für höhere Töchter. Ab 1812 gehörte es der evangelische Kirchengemeinde, die zwischen 1839 und 1843 die alte Kirche abbrach und stattdessen den klassizistischen Kirchenbau errichtete, der später St. Paul hieß.

Heute sind in den ehemaligen Klostergebäuden das Gemeindehaus der Evangelisch-Lutherischen Gemeinde, der evangelische Kindergarten St. Paul und eine Berufsschule für Musik beheimatet.

Hezelhof
Der Hezelhof liegt inmitten der Altstadt von Dinkelsbühl und ist ein mittelalterlicher Fachwerk-Komplex mit Balkon und Außentreppe aus Holz. Er zählt zu Bayerns Kunst- und Kulturschätzen.

Die Anlage war während des 16. Jahrhunderts ein Handwerkshof mit Wohn- und Geschäftshaus und wurde liebevoll in ein Hotel umgestaltet. Die ursprüngliche Substanz des Patrizierhauses wurde dabei bewahrt.

Das Alte wurde hier verbunden mit dem Neuen, davon zeugt die moderne Ausstattung der historischen Räume mit Blick auf die schöne Altstadt. Auch ein Restaurant befindet sich im Hezelhof.

Anfahrt:
Segringer Str. 7
91550 Dinkelsbühl

Weinmarkt
Der Weinmarkt in Dinkelsbühl besitzt eine Reihe von prachtvollen historischen Gebäuden mit bunten Fassaden und individuellen Giebeln aus der Zeit um 1600.

Die ehemalige Ratstrinkstube befindet sich in dem Eckhaus mit dem schmalen Dachreiter mit filigranem Turmhelm. Im Jahr 1546 gastierte in dem ehemaligen Waaggebäude Kaiser Karl V. und 1632 war König Gustav II. Adolf von Schweden zu Gast.

In dem Patrizierhaus mit dem Treppengiebel aus der Zeit vor 1600 befindet sich heute das Gasthaus "Zur Glocke".

Die "Schranne" besitzt einen Schneckengiebel, der mit Obelisken geschmückt ist und diente einst als Getreidespeicher, Handelsplatz und Tanzhaus.

Vor allem fällt das prächtige Fachwerkhaus der Spätrenaissance ins Auge. Es ist das "Deutsche Haus". Das reich verzierte Gebäude mit geschnitztem Fachwerk stammt im Kern aus dem 15. Jahrhundert und trägt eine Muttergottes-Statue mit Jesuskind in der Mitte des ersten Obergeschosses. In der Giebelspitze ist Bacchus, der Gott des Weines und der Lebensfreude, reitend auf einem Fass zu sehen. In dem Stammhaus der Grafen von Drechsel befindet sich heute ein Hotel mit Restaurant.

Rothenburger Tor
Das Rothenburger Tor ist ein Teil der historischen Stadtbefestigung Dinkelsbühls und bildet mit der Stadtmauer und den umgebenden Bauten einen imposanten Anblick von der anderen Seite des Ufers.

Das Stadttor besteht aus einem Torturm aus der Zeit um 1390 mit Tordurchfahrt und sogenannter Barbakane, einem Vorbau aus dem 16. Jahrhundert. Eine Brücke führt über das Wasser aus der Stadt heraus.

Der Vorbau ist mit Erkern ausgestattet und in der Tordurchfahrt sind Pechlöcher zu sehen. Der Turm besitzt zur Stadtseite hin einen Treppengiebel mit Lisenen. In seinem zweiten Obergeschoss befinden sich noch Gefängnisräume und eine Folterkammer aus vergangenen Zeiten.

Segringer Tor
Das Segringer Tor gehört zu der historischen Stadtbefestigung Dinkelsbühls und war an die mit zahlreichen Wehrtürmen besetzte Stadtmauer der Südwestflanke angeschlossen.

Malerisch ragt heute der Torturm mit der eigenwilligen Haube aus der Landschaft des Stadtparks. Die Segringer Straße bietet ein historisch anmutendes Bild und lässt den Blick über die Altstadt bis auf das Münster St. Georg zu.

Das heutige Erscheinungsbild bekam das Stadttor erst im Jahr 1655, als es nach seinem Einsturz in Folge der Belagerung durch schwedische Truppen einstürzte und im Stil des Barocks wieder aufgebaut wurde.

In der Tordurchfahrt befindet sich eine Treppe, die hinunter in den Stadtgraben führt.

Wörnitztor
Auch das Wörnitztor ist Teil der historischen Dinkelsbühler Stadtbefestigung und das älteste der vier Stadttore. Es wurde während der Stauferzeit aus Buckelquadern erbaut und fällt durch seine farbige Fassade im oberen Bereich ins Auge.

Die Turmerhöhung stammt aus dem Ende des 14. Jahrhunderts und während des 16. Jahrhunderts erhielt es seinen schönen Renaissancegiebel und den Glockenturm.

Es trägt das Stadtwappen in der Form drei goldener Dinkelähren auf drei Hügeln und den Reichsadler, der für die Reichsunmittelbarkeit steht.

Spitalanlage (Bauzeit ab 1280)
Das ursprüngliche Spital zum Heiligen Geist und der Jungfrau Maria wurde um das Jahr 1280 gestiftet und rund 100 Jahre später um die Spitalkirche ergänzt. Das Spital diente einst als Waisenhaus und besitzt drei Flügel.

Das Äußere des Gebäudes wird durch das elegante Fachwerk im oberen Bereich und im Giebel geprägt. Ein Erker über dem Eingangsbereich wird von Säulen und einer Treppe getragen. An der Ecke des Hauses ist das Symbol der Hochgerichtsbarkeit der Reichsstadt zu sehen.

Die Spitalkirche enthält noch heute den Chor und die Sakristei der Bauzeit, sie wurde um 1500 erweitert und während des 18. Jahrhunderts barockisiert.

In der Spitalanlage befindet sich das städtische Kunstgewölbe mit Exponaten zur Stadtgeschichte, Kultur und Handwerk und der Konzertsaal. Im Innenhof ist eine alte Kaltmangel mit Mühlrad zu sehen.

In der einstigen Spitalscheune ist heute das "Theater im Spitalhof" beheimatet. Es ist die Winterspielstätte des Landestheaters Dinkelsbühl Franken-Schwaben.

Anfahrt:
Dr.-Martin-Luther-Straße
91550 Dinkelsbühl

Faulturm & Parkwächterhäuschen
In idyllischer Umgebung an dem Rothenburger Weiher steht der runde Faulturm zusammen mit dem Zwingerhäuschen und dem Zwinger an der Nordwestecke der historischen Stadtbefestigung Dinkelsbühls.

Der ehemalige Schuldturm war einst ein Teil der Verteidigungsanlage und diente als Gefängnis, davon zeugen heute noch Innschriften an der Fassade. Das schmale Häuschen ist in die Stadtmauer integriert und besitzt einen Fachwerkgiebel. Heute bietet die Anlage einen schönen Anblick in ruhiger Lage.

Kinderzech-Zeughaus
Die sogenannte Kinderzech-Zeughaus ist ein großer Fachwerkbau des 16. Jahrhunderts in Dinkelsbühl. Ursprünglich wurde das Gebäude von der Stadt als Kornspeicher genutzt.

Der ungewöhnliche Name Kinderzeche geht auf das Heimatfest zurück, das einst Schulzeche hieß und als jährlicher Schulausflug der katholischen Lateinschüler begann. Bereits im Jahr 1629 wurde er urkundlich dokumentiert. Nach dem Dreißigjährigen Krieg schloss sich die evangelische Kinderzeche an. Im Jahr 1897 wurde die damalige Kinderzeche grundlegend umgestaltet und durch ein Festspiel ergänzt, so entstand das Heimatfest.

Das Kinderzech-Zeughaus wurde im Jahr 2007 saniert, um dem alten Brauch der Festspiele ein Zuhause zu geben. Hier lagern die originalgetreuen Kostüme und die Ausstattung aus der alten Zeit.

Auch dient es als Ausstellungsraum für die Heimat- und Brauchtumspflege und soll die Geschichte der Kinderzeche und der kulturellen Handwerksberufe vermitteln.

Anfahrt:
Bauhofstraße 43
91550 Dinkelsbühl

Kornspeicher (Baujahr: 1508)
Der Kornspeicher in Dinkelsbühl wurde im Jahr 1508 erbaut und ist eines von vielen großen Fachwerkhäusern der Stadt. Das Fachwerk wurde stellenweise freigelegt und zeigt die historische Bauweise des Gebäudes.

Heute ist in dem historischen Kornspeicher die Jugendherberge mit 100 Betten und vier Seminarräumen beheimatet, dafür wurde das Gebäude im Jahr 2016 grundlegend saniert und modernisiert. Sie bietet auch einen Aufzug und zwei barrierefreie Zimmer sowie einen kostenfreien Behindertenparkplatz direkt am Haus.

Die Anlage besitzt eine große Gartenfläche mit Wiese, Sitz- und Spielmöglichkeiten. Zudem sind in dem ehemaligen Saustall zwei betreute Escape Rooms untergebracht. Fahrräder können direkt nebenan gemietet werden, auch eine Ladestation für E-Bikes steht zur Verfügung.

Anfahrt und Kontakt:
Koppengasse 10
91550 Dinkelsbühl

Tel: 09851/5556417
Email: info@jugendherberge-dkb.de
Infos: www.jugendherberge-dinkelsbuehl.de

Dreikönigskapelle
Die Dreikönigskapelle in Dinkelsbühl wurde erstmals im Jahr 1378 urkundlich festgehalten und ist ein kleiner, gotischer Saalbau mit eingezogenem Chor. Sie steht an der historischen Stadtbefestigung.

Ihr Turm wurde während des 19. Jahrhunderts bis auf das Erdgeschoss abgebrochen und erhielt ein Walmdach.

Die eingeschossige Kapelle mit Spitzbogen-Fenstern ist heute eine Kriegergedächtniskapelle mit Gedenktafel für die Opfer des NS-Regimes.

Deutschordensschloss (Baujahr ab 1709)
Das Deutschordensschloss Dinkelsbühl ist eine dreigeschossige Anlage mit vier Flügeln und geht aus dem "Tewtscher Hof" hervor, der im Jahr 1390 hier her verlegt wurde.

Gelegen am Hang des Dönersberges wurde der alte Ordenshof im Jahr 1709 abgebrochen und mit schlossähnlichem Charakter im Stil des Barocks neu erbaut. Der Entwurf für die Anlage stammte von dem fürstlich-oettingischen Baurat Wilhelm Heinrich Beringer.

Zwischen den Jahren 1760 und 1764 wurde das Ordensschloss nach den Plänen des Ordensbaumeisters Matthias Binder zu seiner heutigen Form ausgebaut. Bis zum Jahr 1806 gehörte die Anlage dem Deutschen Orden, heute wird sie von staatlichen Behörden genutzt.

Das Deutschordensschloss umschließt einen rechteckigen Hof und besitzt eine sehenswerte Rocaille-Kartusche im Giebeldreieck an der Front, über der Tordurchfahrt.

Im Dachgeschoss des Nordwest-Flügels befindet sich eine Rokokokapelle aus den Jahren 1760 und 1761. Sie besitzt ein Spiegelgewölbe, eine kleine Kuppel über dem Altar und ist mit kunstvollen Stuckaturen dekoriert.

Anfahrt:
Föhrenberggasse 30
91550 Dinkelsbühl

Nördlinger Tor / Stadtmühle
Das Nördlinger Tor aus der Zeit um 1400 besitzt einen schönen Staffelgiebel mit Halbmuscheln, der aus dem 16. Jahrhundert stammt sowie Pechnasen in seinem Gewölbe.

Hier wurde, nach Verleihung des Privilegs zwei Mühlstätten betreiben zu dürfen durch Kaiser Karl IV., die Stadtmühle erbaut. Sie ist zugleich ein Festungsbau der Stadtbefestigung und mit einem Wassergraben, einem Wehrgang und Schießscharten ausgestattet. Sie wurde bis zum Jahr 1970 als Mühle betrieben.

Seit 1987 befindet sich in dem Torturm das Museum 3. Dimension. Hier können Besucher die Wahrnehmung der räumlichen Tiefe in Form von optischen Illusionen, Anaglyphen, Stereogrammen und Stereofotografien erkunden.

Von dem Hof der Mühle aus kann die befestigte Radstatt und ein Teil des Wehrgangs begangen werden. Des Weiteren trifft sich hier die Knabenkapelle und vor dem Nördlinger Tor befinden sich verpachtete Krautbeete.

Anfahrt:
Nördlinger Tor
91550 Dinkelsbühl