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Kölnisches Stadtmuseum
Von Marlar und der schönen Marie. 150 Jahre Kölner Zoo

27.04.2010 10:53
Am 22. Juli 1860 eröffnet, gehört der Kölner Zoo seit 150 Jahren für die Kölner Bevölkerung zum städtischen ‚Inventar’. Der drittälteste Zoo Deutschlands entstand auf Initiative von Oberlehrer Caspar Garthe als Aktiengesellschaft, die ein Grundstück in Riehl, nördlich von Köln, erwarb. Die Bauten wurden bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts in exotischen Stilen errichtet und stehen, soweit noch vorhanden, unter Denkmalschutz. 1864, 1885 und 1910 erfuhr das Gelände des Zoologischen Gartens Erweiterungen.
Der erste Elefant zog 1865 ein, 1872 folgte mit der Schönen Marie das erste Nashorn. Mit dem heute noch bestehenden Seelöwenbecken entstand 1887 ein neues Prunkstück. Noch kurz vor dem Ersten Weltkrieg bot der Pavianfelsen eine neue Art der Tierpräsentation. Inflation und Währungsreform hatten auch die Zoo-Aktiengesellschaft nicht ungeschoren gelassen. Das Kapital der Aktiengesellschaft wurde 1924 erhöht, wovon die Stadt Köln den größten Anteil übernahm und seitdem größte Aktienbesitzerin ist. Die Weltwirtschaftskrise traf den Zoo schwer – den Menschen fehlten die Mittel für einen Zoobesuch. Und bevor der Zoo ein Opfer des Bombenkriegs wurde, waren schon alle großen Tiere als „unnütze Fresser“ weggeschafft oder erschossen worden. Pfingsten 1947 konnte der Zoo wieder eröffnet werden. In den folgenden Jahren wurde der Zoologische Garten allmählich, wenn auch verändert, wieder aufgebaut. 1954 beschloss der Stadtrat, das Gelände mit der alten Radrennbahn nördlich einzubeziehen, wodurch der Zoo weiter wuchs und heute etwa 20 Hektar groß ist. 1971 eröffnete das Aquarium. Nach dem Elefantenpark, den mit 20.000 Quadratmetern größten und modernsten nördlich der Alpen, in dem 2006 mit Marlar das erste Elefantenkalb zur Welt kam, wird im Sommer 2010 mit dem Hippodom eine weitere Attraktion öffnen. Seit seiner Gründung wandelte sich der Zoo von einer Schausammlung exotischer Tiere zu einer Einrichtung, die versucht, Tiere artgerecht zu halten. Darüber hinaus spielt der Kölner Zoo eine wichtige Rolle in Zuchtprogrammen zur Arterhaltung. Die Ausstellung stellt die Geschichte des Zoos, seine Architektur und die Entwicklung seiner Tierhaltung bis heute mit Erinnerungsstücken, Graphiken und Fotografien dar.
Mein schönstes Bild vom Kölner Zoo
Parallel zur Zoo-Ausstellung werden im Erdgeschoss der Alten Wache die dreißig Preisträger des Fotowettbewerbs vorgestellt, darunter auch zehn Kinder bis zwölf Jahre, die aufgerufen sind, nicht nur zu fotografieren, sondern auch zu malen, basteln, Collagen zu kleben (in Zusammenarbeit mit der Kölnischen Rundschau).

29. Mai bis 29. August 2010
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