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Weil Leben Wandern heißt
Neujahrs-Sinfoniekonzert am 9. Januar im Congress Park Hanau

24.12.2009 13:08
Zum Neujahrs-Sinfoniekonzert 2010 laden die Stadt Hanau und die Stiftung der
Sparkasse am Samstag, 9. Januar 2010, 19.30 Uhr, in den Congress Park Hanau
(CPH) ein. Nachdem der Fachbereich Kultur der Stadt Hanau und die Stiftung
der Sparkasse im Januar 2005 erstmalig mit großem Erfolg ein
Neujahrs-Sinfoniekonzert im Congress Park Hanau veranstaltet hatten, wird
jetzt zum nunmehr fünften Mal zu diesem kulturellen Höhepunkt zum
Jahresbeginn in den Congress Park Hanau eingeladen. Erfreulich ist nach
Angaben der Veranstalter, dass wieder das in Hanau inzwischen bekannte und
geschätzte LandesJugendSinfonieOrchester Hessen unter der Leitung von Martin
Lukas Meister (stv. GMD des Staatstheaters Darmstadt) verpflichtet werden
konnte. Als Solist wird Christoph Begemann (Bariton) zu hören sein. Für
interessierte Besucher wird Dr. Ralph Philipp Ziegler um 18.30 Uhr einen
Einführungsvortrag im Landgraf Alexander-Friedrich-von-Hessen-Saal halten.

Unter dem Titel „Weil Leben wandern heißt“ präsentiert das
Landesjugendsinfonieorchester Hessen drei romantische Werke, die die große
Wanderung des Menschen durch sein Leben auf unterschiedliche Weise
beleuchten. Zu Beginn des Programms erklingen „Les Préludes“ von Franz
Liszt. Das Werk ist das dritte in einer Reihe von dreizehn sinfonischen
Dichtungen, die Liszt zwischen 1848 und 1882 schrieb. Eigentlich als
Ouvertüre zu einem nicht realisierten Chorwerk zu den vier Elementen
entstanden, charakterisierte Liszt die vierteilige Anlage später, indem er
eine poetische Meditation von Alphonse de Lamartine zitierte: „Was anderes
ist unser Leben als eine Reihenfolge von Präludien zu jenem unbekannten
Gesang, dessen erste und feierliche Note der Tod anstimmt?“ In seinen
Préludes finden sich Liebe, Sturm, ländliche Stille und Kampf.

Mit Mahlers „Liedern eines fahrenden Gesellen“ wird das Programm
fortgeführt. Der fahrende Geselle ist die Verkörperung des romantischen
Wanderers durch Gefühls- und reale Welt. Mit von enttäuschter Liebe
beschwerter Brust, sucht er sein Heil, sich selbst entfremdet, in der
Fremde. Seine brennende Sehnsucht hält ihn aber in sich selbst gefangen.
Erst das Erblühen des Lindenbaums vermag ihn auf wundersame Weise von der
Last des Verlangens zu befreien. Interpretieren wird den Gesangspart der
Bariton Hans Christoph Begemann, dem die Presse bescheinigt, „….ohne Frage
zu den führenden Liedersängern unserer Zeit“ zu gehören. Der erste
Preisträger des Internationalen Schubert-Wettbewerbs in Osaka ist ständiger
Gast auf großen Konzertpodien und Bühnen wie dem Wiener Musikverein, dem
Auditorio Nacional Madrid, dem Palau de la Musica Barcelona, der Tonhalle
Zürich und Opernhäusern wie Helsinki, Köln, Leipzig, Mannheim, Essen,
Hannover, Basel u.a.. Über 300 Schubert-Lieder hat Hans Christoph Begemann
in Konzerten gesungen. Rihm, Trojahn, Killmayer, Eggert und Ruzicka
schrieben Lieder für ihn. Seit acht Jahren engagiert er sich in
Gesprächskonzerten für Schüler „schubertiade.de“. Außerdem unterrichtet er
eine Gesangsklasse an der Hochschule für Musik Rheinland/Pfalz in Mainz.

Den Abschluss des Konzertabends bildet die große Sinfonie C-Dur von Franz
Schubert. Er hatte im Jahr 1822 seine „Wanderer-Fantasie“ für Klavier
komponiert und begann dann mit der Arbeit an seiner 7. Sinfonie, die jedoch
unvollendet blieb und lange Zeit als letzte, weil als letzte aufgefunden,
eingestuft wurde. 1823 schrieb Schubert den Liederzyklus „Die schöne
Müllerin“. Unter dem Eindruck der Uraufführung von Beethovens mächtiger 9.
Sinfonie im Jahr 1924, nahm Schubert 1825/26 die Arbeit an seiner C-Dur
Sinfonie auf. Er wollte sich „den Weg zur großen Sinfonie“ zu bahnen, wie er
dem Dichterfreund Leopold Kupelwieser mitteilte. Er entwickelt in diesem
gewaltigen Werk alle vier Sätze aus dem einleitenden Horn-Thema. Seine hohe
Instrumentierungskunst, die virtuose und dennoch von Transparenz geprägte
Verarbeitung einer Flut von markanten, mitreißenden Themen sowie Schuberts
spielerisch leichte Umsetzung spannender harmonischer Verläufe, machen es
dem Hörer leicht, ihm das Gelingen seines Vorhaben immer aufs Neue zu
bestätigen. Nachdem er sich seinen Weg zu großer musikalischer Form
erwandert hatte, schuf Schubert im Jahr 1827 seine „Winterreise“, in der es
ihm gelingt, den Seelenzustand des von enttäuschter Liebe trostlos durchs
Leben Wandernden in unglaublicher Dichte zu fassen.

Der Abend wird dirigiert von Martin Lukas Meister der auch künstlerisch
verantwortlich für die Entwicklung des Programms und Einstudierung mit den
Jugendlichen zeichnet, unterstützt von seinem Dirigier-Assistenten Pascal
Müller und den Dozentinnen und Dozenten der einzelnen Instrumentengruppen.
Martin Lukas Meister ist seit 2006 stellvertretender GMD des Staatstheaters
Darmstadt, und war dort in der Spielzeit 2008/2009 auch kommissarischer
Generalmusikdirektor.

Das Landesjugendsinfonieorchester (LJSO) Hessen vereint die besten jungen
hessischen Musikerinnen und Musiker zu einem sinfonischen Klangkörper erster
Güte. 1976, mit damals 30 Musikerinnen und Musikern gegründet, zählt es
heute über 120 Mitglieder im Alter zwischen 13 und 22 Jahren, die sich alle
durch ein überzeugendes Vorspiel vor einer fachkundigen Jury für die
Mitgliedschaft qualifiziert haben. Die meisten Mitglieder sind Preisträger
auf Landes- und Bundesebene des Wettbewerbs „jugend musiziert“, viele
darüber hinaus JungstudentInnen an deutschen Musikhochschulen.

Getragen wird das Orchester von der im Jahre 2006 gegründeten
Landesjugendsinfonieorchester Hessen gGmbH. Die gemeinnützige Gesellschaft,
deren alleiniger Gesellschafter das Land Hessen ist, wird institutionell
durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst gefördert. Zum
Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks besteht eine
Orchester-Patenschaft.

Hans Christoph Begemann wurde 1962 in Hamburg geboren. Er studierte Gesang
bei Claus Ocker, Ernst Haefliger und Aldo Baldin und ist erster Preisträger
des Internationalen Schubert-Wettbewerbs in Osaka. Er war mit 18 Jahren
Konzertmeister des Landesjugendorchesters Hamburg, mit dem er später als
Solist von Mahlers Kindertotenliedern auf Kanada-Tournée ging. Begleitet von
Helmut Deutsch und seit 20 Jahren von seinem Duo-Partner am Klavier Thomas
Seyboldt hat Begemann auf dem Konzertpodium über 300 Schubertlieder
gesungen. Großen Zuspruch findet das von Begemann und Seyboldt vor 8 Jahren
ins Leben gerufene Schulprojekt der schubertiade.de. Unter Schirmherrschaft
des Kultusministers Baden-Würtemberg führt das Liedduo landesweit im
jeweiligen städtischen Konzertsaal Gesprächskonzerte für Schüler durch.

Karten sind im Vorverkauf bei Frankfurt-Ticket, Am Markt 14, 63450 Hanau,
Telefon 069 -1340400, bei der Volksbühne Hanau, Nürnberger Straße 2, 63450
Hanau, Telefon 06181-20144 und beim Hanauer Anzeiger, Hammerstraße 9, 63450
Hanau, Telefon 06181-2903545 erhältlich. Die Abendkasse öffnet um 18 Uhr.
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