Gold, Seide und Edelsteine:
Macau Handover Gifts Museum zeigt symbolträchtige Geschenke

04.12.2009 15:40
„Chinese give double“ schreibt mancher Reiseführer unter Etikette-Regeln für China. Manchmal ist damit nicht das Geben von gleich zwei Geschenken gemeint, sondern deren Größe als Ausdruck großer Freundschaft. Dies zeigt imposant das Handover Gifts Museum in Macau. In seinen Glasvitrinen stehen die 33 Präsente, die Macau von seinen Schwester-Provinzen erhielt. Der Anlass: Die Rückgabe der Stadt in der Mündung des Perlflusses nach 450 Jahren portugiesischer Verwaltung an die Volksrepublik China. Teils mannshoch erheben sich die Kunstwerke aus Gold, Seide, Edelsteinen und seltenen Hölzern – Ergebnisse der handwerklichen Fähigkeiten der 56 ethnischen Gruppen, die in der Volksrepublik leben. In diesen Tagen findet das Museum besondere Aufmerksamkeit, denn der Verwaltungswechsel jährt sich am 20. Dezember zum zehnten Mal.

Genau 1,999 Meter hoch – symbolisch für das Jahr 1999 – sind die beiden Vasen aus Heilongjiang. Die „Weißen Lotus-Blüten im Frühling“ stehen auf 0,37 Meter hohen Sockeln und repräsentieren die guten Wünsche der 37 Millionen Einwohner der Provinz. Von 10.000 Hickory-Bäumen gewonnene Nussschalen ummanteln die Gefäße - so arrangiert, dass ein Dreidimensionaler-Effekt entsteht. Die kunstvoll gearbeiteten Henkel zieren drei Lotusblüten aus weißer Jade und Achaten – sie symbolisieren die Halbinsel Macau und ihre beiden vorgelagerten Inseln.

Auf dem Wandteppich aus Sichuan tollt eine sechsköpfige Pandabär-Familie vor Bambusbäumen und Pflaumenblüten. Er ist ein Meisterwerk der traditionellen Shu-Stickerei, die feine Stiche, elegante Farben und sanfte Konturen im Stil chinesischer Tuschemalerei als Kennzeichen hat. Den aus Brokat und Seide gefertigten Teppich hält ein mit Perlmutt verzierter Rahmen. Auch Hongkong wählte einen Teppich: Drei Millionen Fäden und 100 Farben komponieren die Silhouette der nur 60 Kilometer entfernten Stadt, wie Macau eine der Sonderverwaltungsregionen Chinas.

Die Skulptur, die „Jahrhunderte des Yangtze-Flusses“ übereichte die Regionalregierung von Chongqing. Sie besteht aus neun goldenen Vögeln, einem Felsstück aus der Drei-Schluchten-Region und einer kunstvoll bemalten Holzbasis. Der Stein ist äußerst wertvoll, sagt doch ein chinesisches Sprichwort: „Es ist leichter, 1.000 Gramm Gold zu gewinnen, als einen Drei-Schluchten-Stein“. Auch diese künstlerische Arbeit ist 1,999 Meter hoch. Zudem stehen die neun Vögel für das Handover-Jahr.

Bei den Kunstwerken tauchen immer wieder die chinesischen Glückssymbole Drache und Löwe auf. Es dominieren die Glück bringenden Farben gold und rot. So erstrahlt auch die Lotusblüte, die Staatsblume Macaus, in leuchtendem Gold. Dieses Geschenk des Staatsrates der Volksrepublik China ist im Museum als Miniaturausgabe zu sehen. Das über sechs Meter hohe und 6,5 Tonnen schwere Original ziert weithin sichtbar den Lotus-Platz unweit des Terminals, wo die Schnellfähren aus Hongkong im Viertelstunden-Takt anlegen. Die goldene Blüte mit einem Durchmesser von 3,6 Metern glänzt in der Sonne und soll die gute Zukunft Macaus symbolisieren.
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