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Urlaub in: Mönchengladbach

Jon Erlend Larsens Ausstellungseröffnung
Ein Künstler, der die Dinge auf den Kopf stellt Ausstellungseröffnung am 5. November

04.11.2008 08:50
Seit sechs Monaten lebt und arbeitet der norwegische Künstler Jon Erlend Larsen als Stipendiat der Stadt Mönchengladbach und der Josef und Hilde Wilberz-Stiftung im Atelierhaus an der Steinmetzstraße. Er ist der 17. Atelierstipendiat der Stadt Mönchengladbach. Von dem Ergebnis seines Gastaufenthaltes in Mönchengladbach können sich Kunstinteressierte bei der Ausstellungseröffnung am Mittwoch, 5. November, ab 18.30 Uhr in der Citykirche am Alten Markt überzeugen. Die Ausstellung wird durch den Beigeordneten
Dr. Gert Fischer eröffnet. Der Kunsthistoriker Stefan Skowron führt in die Arbeiten des Atelierstipendiaten ein.

Ähnlich wie vorangegangene Stipendiaten demonstriert Larsen den wachen Blick eines auswärtigen Gastes auf die Stadt. Inspiriert wurde Larsen zu seiner Installation durch die Gerüste an der Außenfassade der City-Kirche. Ähnliche Stahlkonstruktionen findet man immer wieder an verschiedenen Stellen im Stadtbild. Die temporären Installationen dienen einerseits dem Schutz der Passanten, andererseits den zu sanierenden Bauwerken erzählt Larsen.

Jon Erlend Larsen spielt mit den Dingen, indem er klare Positionen und Funktionen aufhebt und Grenzen zwischen realen und irrealen Räumen verschwimmen lässt. So greift er die Stahlkonstruktion an der Außenfassade der Citykirche auf und verlängert sie durch eine tunnelartige Konstruktion ins Innere. Weltliches und Sakrales gehen auf diese Weise eine ungewöhnliche Verbindung ein. Das profane Stahlgerüst erfährt auf diese Weise eine Mystifizierung, die sich einer klaren Positionsbestimmung entzieht. Geradezu auf
den Kopf stellt Jon Erlend Larsen seine enturbanisierte Installation, indem er Besucher, die durch den Stahltunnel den Kirchenraum betreten, über eine Live-Kamera aufnimmt, die Aufnahmen auf eine Videowand projiziert und diese in permanenter Wiederholung um 90 Grad dreht. Die künstlerische Frage nach dem realen Bild und dem Abbild von Wirklichkeit stellt sich so fortlaufend aufs Neue. Irgendjemand fragte mich, ob meine Installation zwei- oder dreidimensional, vielleicht sogar vierdimensional sei. Ich finde
diese Diskussion zu kompliziert, denn ich mag einfache Dinge. Meiner Ansicht nach benötigt man zur Herstellung eines bewegten Bildes lediglich eine Kamera, einen Projektor und etwas, was sich bewegt. Das ist letztendlich eher einfach und profan, genau wie eine Stahlkonstruktion , so der Künstler erläuternd. Für ihn sind es einfache Mittel, um die komplexe Frage nach Bild und Abbild, Wirklichkeit und Kunst zu hinterfragen. Für den Betrachter kann dies durchaus schwer verdauliche Kost sein.

Der freundlichen Unterstützung der Josef und Hilde Wilberz-Stiftung ist es zu verdanken, dass die 1998 ins Leben gerufene Reihe der Atelierstipendiaten weiteren internationalen Künstlerinnen und Künstlern, die im Rahmen der Künstlerförderung in Mönchengladbach leben und arbeiten, fortgesetzt werden kann.

Zur Ausstellung erscheint die Website www.erlend-larsen.de.
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