ASI-Wintererlebnisse in Nordeuropa:
Vom Snowkiten bis zum Hundeschlitten

ASI-Wintererlebnisse in Nordeuropa:

24.09.2008 15:47
Einmal Forscher sein, die Natur erleben, wie es nur wenige Menschen tun. Einmal erleben, wie sich eine Expedition im Winter anfühlt. Und mit welchen tiefen Eindrücken Menschen aus dem hohen Norden Europas zurückkommen. Mit der ASI – Wirklich Reisen ist das alles möglich, erzählt Florian Piper, der bei der ASI für die Winterreisen nach Nordeuropa zuständig ist.

Die eisigen Regionen dieser Welt sind Florian Pipers Passion. Der Master in Sportwissenschaften und Management hat nicht nur die theoretische Ausbildung, sondern ist in den Eis- und Schneelandschaften der Welt zu Hause. Der Berg- und Wanderführer hat im neuen Katalog „Winter & Schnee“ der ASI viele spannende Reisen im hohen Norden Europas zusammengetragen, die in Summe einen tiefen Einblick über das Leben, die Natur und das Forscher-Sein vermitteln. Im Interview erzählt Florian Piper, wie man mit der ASI – Wirklich Reisen in eine für viele unbekannte Welt eintauchen kann.

Herr Piper, wo liegen für Sie ganz persönlich die Highlights des neuen ASI-Winterkataloges, der heuer erstmals erschienen ist?
Piper: Ich bin ja in so ziemlich allen Sportarten selbst aktiv, die in unserem neuen Winterkatalog zu finden sind. Da ist in der Planung viel Herzblut mit eingeflossen. Für uns war die Arbeit am Winterkatalog spannend, da er Erlebnisse bietet, die weit über die klassischen Wanderreisen hinausgehen. Der Winter hat eben etwas vollkommen Anderes zu bieten. Mein persönliches Highlight ist die Kategorie „Eiswelten“. Hier haben wir Reisen zusammengefasst, die sich nicht zu einer klassischen Sportart wie Langlaufen oder Skitouren-Gehen passen. Da findet man das Snowkite-Camp genauso wie die Antarktis-Kreuzfahrt mit leichten Wanderungen. Bei all diesen Reisen kann man auch als Anfänger ein wenig hineinschnuppern, wie sich Polarforscher fühlen. Sehr schön finde ich unser Angebot „Das arktische Wochenende in Schweden“. Hier kann der Reisende vom Hundeschlittenfahren bis zum Schneeschuhwandern alles ausprobieren. Wer schon etwas Erfahrung hat: Skitouren auf Island ist ein tolles Angebot der ASI – hier besteigen wir die höchsten Berge und haben traumhafte Abfahrten.

Stichwort Snowkiten – können Sie uns genau erklären, wie das funktioniert?
Piper: Beim Snowkiten gleitet man über den Schnee. Über einen Hüftgurt ist man mit dem Windsegel verbunden, an den Füßen die Skier. So legen zum Beispiel Polarforscher weite Strecken ohne viel Anstrengung zurück. Snowkiten muss man allerdings erlernen, das erfordert ein wenig Technik. Aber nach schon zwei Tagen ist jeder Anfänger in der Lage, mit dem Kite zu gleiten. Die ASI bietet dazu eine einwöchige Reise nach Norwegen an. Allein schon die Anreise ist spektakulär. Von Bergen aus geht es mit der Finse-Bahn auf ein Hochplateau, das auch viele Polarforscher zur Vorbereitung auf Expeditionen nutzen. Und hier bekommt man seinen zweitägigen Kite-Kurs. Der Vorteil ist, dass auf diesem Plateau wirklich weite Flächen zur Verfügung stehen. Ein ideales Gebiet, um das Snowkiten zu erlernen. Die Tage danach kann der Reisenden in Finse seine Kite-Kenntnisse vertiefen, oder auch Schneeschuhwandern und vieles andere.

Sie wissen, wovon Sie sprechen, schließlich haben Sie Grönland schon mit dem Snowkite durchquert…
Piper: (lächelt) Vor zwei Jahren bin ich mit einem Freund quer durch Grönland, ja. Das sind rund 600 Kilometer zu Fuß und mit Skiern. Dein Proviant und alles, was du zum Leben brauchst, ziehst du mit einem Schlitten mit. Auch die Windsegel hatten wir mit. Aber leider war der Wind nicht auf unserer Seite. Wir waren 25 Tage unterwegs und nur an zwei Tagen war der Wind so, dass wir Snowkiten konnten. Aber an diesen zwei Tagen haben wir rund 140 Kilometer zurückgelegt. Man sieht also, mit diesen Windsegeln kann man längere Strecken ideal zurücklegen.

Die ASI bietet auch Reisen mit Hundeschlitten an. Kann ich da als Anfänger überhaupt mitmachen?
Piper: Die ASI bietet das Erlebnis Hundeschlitten seit rund sechs Jahren an. Wir haben immer wieder erlebt, dass es viele Menschen gibt, die gerne einmal mit dem Hundeschlitten selbst unterwegs ein möchten. Gerade Anfänger haben aber eine Hemmschwelle, ob sie auch wirklich in der Lage sind, Schlitten und Hunde zu kontrollieren. Darum haben wir jetzt spezielle Reisen konzipiert, die sich gezielt an Neueinsteiger richten. Wir nennen das „ABC-Kurs“. In einem Camp in Schweden kann man in wenigen Tagen den Umgang mit Schlitten und sechs bis acht Hunden erlernen. Und ich weiß aus Erfahrung: Man lernt es sehr schnell und entdeckt noch schneller die Liebe zu den Hunden. Gleich anschließend haben wir die Möglichkeit eingeplant, im gleichen Camp beim so genannten „DEF-Kurs“ noch einen Schritt weiter zu gehen, und die Hundeschlitten-Kenntnisse zu vertiefen. Ganz allgemein gilt für all unsere ASI-Reisen: Jede Reise ist so ausgelegt, dass man kein Experte sein muss. Mitmachen kann man überall.

Was würden Sie jenen Reisenden empfehlen, die zum ersten Mal den Winter mit der ASI erleben möchten?

Piper: Mein Tipp: Suchen Sie sich ganz uneinvorgenommen Ihre Wunsch-Wintersportart aus. Alles andere ergibt sich von selbst. Neueinsteiger werden sich wahrscheinlich in jenen Reisen wiederfinden, die sich um Schneeschuhwandern, Hundeschlitten oder Langlaufen drehen. Von diesen Reisen ausgehend, kann man dann seine Wintererlebnisse vertiefen. Mein zweiter Tipp: Lassen Sie sich vom Winter inspirieren und schauen Sie, wo die Liebe hinfällt. Übrigens: Auch Wiedereinsteiger sind bei der ASI herzlich willkommen. Wer zum Beispiel vor 15 Jahren das letzte Mal Langlaufen war, findet bei uns die richtige Betreuung. Erlebnisreisen haben wir für Jedermann bereit.
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