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Stadt Münster
Denkmal Heute - Denkmal Morgen

Stadt Münster

05.09.2008 10:05
Bild zeigt: Der Platz vor der Lambertikirche und der Brunnen sind Denkmäler, die Außengastronomie bringt Leben in die Stadt.

Ausstellung im Stadthaussaal zeigt Denkmalpflege, Stadtgestaltung und Stadtarchäologie / Eröffnung am Samstag, 13. September

Münster (SMS) Mehr als 1500 Denkmäler gibt es in Münster, vom Wasserturm über die Haskenau oder den barocken Erbdrostenhof bis zur historischen Diesellokomotive. Die Stadt atmet Geschichte, und das, obwohl die Innenstadt im Zweiten Weltkrieg zum überwiegenden Teil zerstört wurde. Die Ausstellung "Denkmal Heute Denkmal Morgen" im Stadthaussaal (Platz des Westfälischen Friedens) zeigt die vielseitige Arbeit der Archäologen und Denkmalpfleger und die enge Verbindung zur Stadtgestaltung. Am Samstag, 13. September, 10 Uhr, wird die Ausstellung eröffnet. Dazu lädt das Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Verkehrsplanung ein.

Wer beim Stichwort Denkmal lediglich an historische Bauten oder in Stein gemeißelte Persönlichkeiten denkt, kennt nur einen winzigen Ausschnitt aus dem riesigen und vielseitigen Aufgabengebiet der Denkmalpflege, die es bei der Stadt Münster seit nunmehr 30 Jahren gibt.

Parkanlagen, ganze Gebäudeensembles, typische Straßenzüge, Bewegliches oder im Boden Verborgenes wie Grabhügel können Denkmalwert haben. Es gibt Denkmäler, die sind noch keine 50 Jahre alt. Andere Denkmäler hingegen datieren aus den Anfängen der Siedlungstätigkeit in Münster wie es die Stadtarchäologen gerade vor dem Landesmuseum erschließen. Ihnen allen ist gemeinsam, dass sie Aufschluss über das frühere Leben und Bauen in Münster und über die Gewohnheiten der Menschen geben. Die Ausstellung informiert über verschiedenste Arten von Denkmälern, über ihren Schutz und die Weiterentwicklung des historischen Erbes.

Interessant nicht nur für alle Münster-Liebhaber, sondern beispielsweise auch für Eigentümer historischer Gebäude, die sich für alte handwerkliche Techniken interessieren.

Finden sichern bewahren. Nach diesem Muster arbeiten die städtischen Denkmalpfleger und Archäologen. Vor allem die Unterwelt von Münster birgt immer noch viel Unerforschtes und Überraschendes. Bevor die Bagger in die Erde greifen, sind in der Regel die Archäologen zur Stelle, um zu sichern und zu dokumentieren, was bei den Bauarbeiten zerstört wird. Privatleute, die sich vielleicht in einen alten Speicher auf dem Land verliebt haben, können ebenso mit der Unterstützung der städtischen Denkmalpfleger rechnen bei dem Vorhaben, das Charakteristische zu bewahren und dennoch Leben in das alte Gemäuer zu bringen und es sich nutzbar zu machen.

Bewahren um jeden Preis ist dabei nicht das Ziel der Denkmalschützer. Denn sonst verkäme die Stadt zum Freilichtmuseum. Auch in den historischen Speicher darf ein modernes Klo, und selbst auf dem Prinzipalmarkt, Münsters bekanntestem Wahrzeichen, stehen moderne Stühle vor den Cafés und Kneipen. Die Gestaltung von öffentlichen Plätzen und Straßen in der Stadt die "Stadtmöblierung" ist ein eigenes Thema der Ausstellung.

Die Ausstellung "Denkmal Heute Denkmal Morgen" läuft vier Wochen lang bis zum 12. Oktober. Sie ist mittwochs bis samstags von 12 bis 18 Uhr sowie sonntags von 12 bis 16 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei.
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