Hepatitis A-Epidemie in Südchina
Mindestens 330 Menschen infiziert. Centrum für Reisemedizin empfiehlt Impfung

29.04.2008 11:21
Mindestens 330 Menschen sind im April in der südchinesischen Stadt Guiyang an Hepatitis A, einer Form der infektiösen Gelbsucht, erkrankt. Ursache war verunreinigtes, in Flaschen abgefülltes Mineralwasser. "Diese Fälle machen deutlich, wie wichtig der Impfschutz gegen den Erreger Hepatitis A für eine Reise nach China ist", sagt Dr. Tomas Jelinek, wissenschaftlicher Leiter des CRM Centrum für Reisemedizin, Düsseldorf. Sie gehört zu den grundsätzlichen reisemedizinischen Empfehlungen für eine Reise nach China oder in ein anderes Land Asiens. Genau wie der Impfschutz gegen Wundstarrkrampf (Tetanus) und Diphtherie.

Hepatitis A wird durch Viren übertragen, die weltweit vorkommen. Die Ansteckung erfolgt über fäkal verschmutzte Nahrung und Getränke, besonders häufig über Muscheln und Krebstiere. Da die Viren im warmen Klima sich schnell vermehren, ist die Ansteckungsgefahr in südlichen Ländern besonders hoch. Die Erkrankung beginnt mit Grippegefühl, Fieber, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen. Nach einigen Tagen wird in den meisten Fällen der Urin dunkel und der Stuhl hell. Die Haut färbt sich schließlich gelb. Der weitere Verlauf ist unterschiedlich, bei Kindern oft leicht. Bei Erwachsenen kann die Erkrankung hingegen schwer verlaufen und länger anhalten.

Um eine Ansteckung mit den Krankheitserregern zu vermeiden, ist eine sorgfältige Hygiene im Umgang mit Nahrungsmitteln wichtig. "Doch bei den jetzt in China aufgetretenen Fällen, hätte selbst ein vorbildliches hygienischen Verhalten keinen Erfolg gehabt", erläutert Dr. Jelinek. Denn die Ansteckung erfolgte über Trinkwasser, das offensichtlich mit Viren infiziert in Originalflaschen abgefüllt war. Das Produkt ("Zhuyuan") wurde inzwischen vom Markt genommen.

Einen sicheren Schutz bietet die Impfung gegen Hepatitis A. Etwa zehn Tage nach der ersten Impfung ist er aufgebaut. Eine zweite Impfung, sechs bis zwölf Monate nach der ersten, sichert die Wirkung über mindestens zehn Jahre.

Seit letztem Jahr übernehmen zahlreiche gesetzliche Krankenversicherungen die Kosten für Reiseimpfungen. Die Kassen sind unter www.crm.de auf der Internetseite des Centrums für Reisemedizin aufgelistet. Dort gibt es u.a. auch grundlegende Informationen zur Reise-Gesundheitsvorsorge über alle Länder der Welt sowie Adressen von reisemedizinisch qualifizierten Ärzten und Apotheken. Düsseldorf, den 29. April 2008
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