Urlaubstrend Südamerika:
Mit Spanisch einen ganzen Kontinent bereisen

Urlaubstrend Südamerika:


12.02.2020 19:51
Früher waren deutsche Urlauber dafür bekannt, Jahr für Jahr nach Mallorca zu fliegen. Heute zieht es sie an exotischere Ziele auf der ganzen Welt. Besonders beliebt ist in den letzten Jahren Südamerika. Die Klientel für einen Südamerika-Urlaub ist dabei ganz unterschiedlich. Backpacker machen einen Roadtrip vom Süden Chiles in das Hochland von Ecuador oder Kolumbien. Abenteurer begeben sich auf eine Trekking-Tour durch den Amazonas-Regenwald. Und kulturbewusste Reisende erkunden in Chile das Erbe von Pablo Neruda. Der Kontinent beherbergt eine riesige Vielfalt an Attraktionen. Warum machen sich die Deutschen gerade jetzt dazu auf, diese fremde Welt zu erkunden?

Spanisch als Brücke zu den Einheimischen
Menschen fahren nicht mehr nur in den Urlaub, um sich zu amüsieren oder am Strand zu liegen. Sie suchen heute auch neue zwischenmenschliche Erfahrungen und den Austausch mit fremden Kulturen. Sie besuchen daher bevorzugt Länder, deren Landessprache sie beherrschen. Neben Englisch ist Spanisch ist eine der meistgesprochenen Sprachen weltweit, so dass es an vielen deutschen Schulen gelehrt wird. Und ausgerechnet mit Spanisch kommt man in Südamerika am besten weiter. Neben Brasilien gibt es noch eine Handvoll kleiner Staaten im Nordosten des Kontinents, in denen eine andere Landessprache vorherrscht. Ansonsten ist Spanisch aber vom südlichsten Zipfel Feuerlands bis zur Landbrücke nach Mittelamerika verbreitet. Bessere Voraussetzungen kann es für spanischsprachige Urlauber nicht geben, Menschen, Kultur und Gepflogenheiten aus nächster Nähe kennenzulernen.

Steigendes Umweltbewusstsein
Auch das steigende Umweltbewusstsein in der deutschen Bevölkerung dürfte dazu beitragen, dass Südamerika ein besonders attraktives Urlaubsziel darstellt. Denn damit geht oft der Wunsch einher, unberührte Natur zu besuchen und zu deren Schutz beizutragen. Und unberührte Natur gibt es in Südamerika wahrlich genug. Ob Grasland, Regenwald oder Berglandschaften: Viele Regionen sind hier dünn besiedelt und beherbergen noch die ursprüngliche Fauna und Flora des Kontinents. Es hat sich eine regelrechte Industrie entwickelt, die umweltbewussten Touristen solche Orte zugänglich macht. Die Einnahmen für die örtliche Bevölkerung sollen dazu beitragen, die Ausbeutung der Natur zu wirtschaftlichen Zwecken zu verringern.

Politische Stabilität
Zugegeben, ganz entspannt geht es in der südamerikanischen Politik wohl nie zu. Besonders in Bolivien und Venezuela brodelt es zur Zeit, eine Entwicklung die durchaus zu denken gibt. Und auch Chile wurde jüngst von Protesten gegen die Regierungspolitik überrollt. Insgesamt ist die Lage auf dem Kontinent aber stabiler als je zuvor. Die Militärdiktaturen, die in den 70er und 80er Jahren Chile, Argentinien und Ecuador beherrschten, sind Geschichte. In Kolumbien legte 2017 die größte Guerilla-Bewegung des Landes ihre Waffen nieder, wodurch ein jahrzehntelanger Bürgerkrieg beendet wurde. Und auch Peru genießt seit der Jahrtausendwende eine neue politische Stabilität. Viele Menschen, die Lateinamerika schon seit langem einmal besuchen möchten, können ihren Traum jetzt verwirklichen.

Exotisches Reiseziel für Weinliebhaber
Reisen für Weinliebhaber sind schon lange eine beachtliche Tourismusnische. Verkostungen vor Ort auf den Weingütern einer Region sind für Kenner ein besonderes Ereignis. Früher fanden solche Reisen vor allem in Europa statt, etwa in Italien, Frankreich oder Spanien. Heute üben auch Weingüter in Kalifornien, Südafrika, Australien oder eben auch Südamerika ihre Anziehung auf Feinschmecker aus. Besonders in Chile und Argentinien gibt es entsprechende Angebote, die Jahr für Jahr großen Zuspruch finden.
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