Faschings- und Fastenbräuche in Südtirol
Bimmelnde Bäuche und fliegende Untertassen

17.12.2007 17:10
Im ländlichen Südtirol lässt sich im Winter viel entdecken. Zur Faschings- und Fastenzeit leben uralte Traditionen auf, wenn mächtige Glocken den Frost vertreiben, schräge Gestalten durch Dörfer tanzen und fliegende Untertassen den Nachthimmel erleuchten. Urlauber auf den „Roter Hahn“-Bauernhöfen sind dabei immer ganz nah dran am Geschehen.

Spannend ist die Mischung aus vorchristlichen und frommen Ritualen, haben die meisten Bräuche doch ihren Ursprung in Fruchtbarkeitskulten aus vorchristlicher Zeit. Auf „Roter Hahn“-Bauernhöfen sind Besucher der Veranstaltungen besonders gut aufgehoben, schließlich sind Südtiroler Bauern perfekte Gastgeber und Fachleute in Sachen Kultur und Brauchtum. Am besten geht man gleich mit ihnen zum Winteraustreiben.

Das Zusslrennen in Prad am Stilfserjoch

Am 31. Januar 2008, dem „Unsinnigen Donnerstag“ (Weiberfastnacht) verwandelt sich das beschauliche Prad am Stilfserjoch in ein bäuerliches Tollhaus. Die bösen Geister und Winter sollen raus, wenn beim Zusslrennen komische Gestalten mit Schellen und Glocken um den Bauch durch die Straßen lärmen. Diese Zussln sind weiß gekleidet und haben einen weißen Hut mit Blumen aus Krepppapier auf dem Kopf. Andere Teilnehmer schlüpfen in bäuerliche Rollen und begleiten mit diversen Arbeitsgeräten den Zug. Auf dass das Korn geweckt wird und es eine gute Ernte gibt.

Der Schaffaner Umzug in Welschnofen

Um 15.03 Uhr am Faschingsdienstag ist der Höhepunkt der Narretei am Fuß des Rosengartens erreicht. Der Schaffaner Umzug durch Welschnofen wird angeführt von furchterregenden „Schnappviechern“ – dämonische Wesen mit großen Holzschnäbeln. 15 Vereine und Musikgruppen folgen in bizarren Verkleidungen, viel Musik und geschmückten Wagen, die, ähnlich dem rheinischen Karneval, auch gern mal die Politik aufs Korn nehmen.

Scheibenschlagen in Mals

Den Winter mit dem Feuer auszutreiben, hat im Alpenraum Tradition. Das Scheibenschlagen ist eine der ältesten und nirgends so lebendig wie im oberen Vinschgau. Der erste Sonntag der Fastenzeit ist „Funkensonntag“. Bei Einbruch der Dämmerung, nach dem Betläuten, ziehen die Malser Scheibenschläger zum Feuerplatz auf einer Anhöhe. In einem Feuer unter einem brennenden Strohkreuz bringen sie die hölzernen Scheiben, handtellergroß und mit einem Loch in der Mitte, an Ruten zum Glühen und schleudern diese dann weit in den Winterhimmel hinaus. Begleitet werden die fliegenden „Untertassen“ von altüberlieferten Reimen.

Unter der Marke „Roter Hahn“ vereint der Südtiroler Bauernbund 1200 authentisch geführte Höfe in allen Teilen des Landes. Mit den Produktlinien „Urlaub auf dem Bauernhof“ (mit gleichnamigem Katalog), „Bäuerliche Schankbetriebe“ (Broschüre „Bäuerlicher Feinschmecker“) und „Qualitätsprodukte vom Bauern“ (Broschüre „DelikatESSEN vom Bauern“) weisen die Südtiroler den Weg für den Reisetrend der Zukunft: „Roter Hahn“ steht für Qualität und unverfälschtes Reise-Erlebnis. Urlaub auf dem Bauernhof in Südtirol – Brauchtum, Natur und Leben hautnah. Alle „Roter Hahn“-Höfe werden auf www.roterhahn.it und im Katalog „Urlaub auf dem Bauernhof“ beschrieben.

Weitere Auskünfte:
"Roter Hahn" – Urlaub auf dem Bauernhof in Südtirol Südtiroler Bauernbund Schlachthofstraße 4/D I-39100 Bozen Fon +39 0471 99 93 25 Fax +39 0471 99 93 76
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