Hochsauerlandkreis
Ruhrtalradweg unter den Top 10: Eine Erfolgsstory für den Hochsauerlandkreis

18.09.2008 06:39
Breitbandkompetenzzentrum an der Fachhochschule Meschede auf gutem Weg

Hochsauerlandkreis. Der Ruhrtalradweg ist eine Erfolgsstory. Dieses Fazit zogen Ulrich Bork, Fachbereichsleiter beim Hochsauerlandkreis, und Monika Menge als Hotelinhaberin in der Sitzung des Ausschusses für Wirtschafts-, Struktur- und Fremdenverkehrsförderung im Hotel Menge in Arnsberg. Seit der Eröffnung des Radweges Ende April 2006 hat sich die Auslastung der Hotels und der Gastronomiebetriebe äußerst positiv entwickelt. So zählte das Hotel Menge in 2006 rund 500 Übernachtungen von Radfahrern. Im Jahr 2007 waren es bereits 800. Für dieses Jahr hofft Monika Menge noch auf eine weitere Steigerung. In Meschede hat das Hotel von Korff wegen der großen Nachfrage im August das Bettenangebot deutlich erhöht. Die Partnerbetriebe des Ruhrtalradweges verzeichneten in diesem Jahr eine Umsatzsteigerung von bis zu 30 Prozent.

Etwa 150.000 Radtouristen haben in 2008 bislang die 230 Kilometer lange Strecke von Winterberg bis nach Duisburg befahren. In der ADFC-Radreiseanalyse hat sich der Ruhrtalradweg unter den zehn meist befahrenen deutschen Fernradwegen positioniert. Im gesamten Kreisgebiet stehen den Radfahrern Ranger in einem Pilotprojekt helfend zur Seite. Als Sponsor konnte die RWE Westfalen-Weser-Ems AG für den Zeitraum von 2009 bis 2011 gewonnen werden.

Der Hochsauerlandkreis wird den Ruhrtalradweg auch in der nächsten Projektphase bis 2013 unterstützen. Geplant sind noch erhebliche Verbesserungen bei der Infrastruktur, der Beschilderung, im Service und beim Marketing.

Peter Beckmann, Wirtschaftsförderer des HSK und Geschäftsführer der Telekommunikationsgesellschaft, und Franz-Josef Rickert, Fachdienstleiter Strukturförderung/Regionalenwicklung, konnten mit der Breitbandinitiative Hochsauerlandkreis direkt an die Erfolgsstory des Ruhrtalradweges anknüpfen. Das Wissen für den Aufbau der Gesellschaft und die operative Umsetzung ist mittlerweile in ganz Deutschland gefragt. Zurzeit befinden sich die Ortsnetze Brilon Wald (25 Kunden), Dreislar (21), Refringhausen (26), Werntrop/Selkentrop (22), Meinkenbracht (21), Lenne Hundesossen (20) und Latrop (26) im Aufbau. Dazu kommt noch Wallen mit 11 Kunden, die direkt über den Stimm Stamm versorgt werden. Die Vorbestellung läuft momentan in den folgenden Orten: Westenfeld, Endorf, Hagen, Madfeld, Erflinghausen, Küstelberg, Langscheid, Langewiese, Felbecke und Vosswinkel. Nach drei Monaten gibt es insgesamt 426 Bestellungen, davon sind 321 Privatkunden und 105 Geschäftskunden. Mittlerweile zeigen auch Anbieter wie die Telekom oder Unitymedia größeres Interesse an den bislang unversorgten Ortschaften. Die Konkurrenz wächst also. Weitere Informationen für Kunden sind unter www.lnet.net abrufbar.

Die enge Zusammenarbeit des Hochsauerlandkreises mit der Fachhochschule Südwestfalen, Abteilung Meschede, in diesem Projekt war so ausgezeichnet, dass nun die Gründung eines Breitbandkompetenzzentrums als Institut an der Fachhochschule realisiert werden soll. Der Ausschuss unter der Leitung von Hans-Walter Schneider empfahl einstimmig dem Kreistag, für dieses Kompetenzzentrum drei Jahre lang jeweils maximal 75.000 Euro zur Verfügung zu stellen. Das Land NRW wird in gleicher Höhe mitfinanzieren, wenn sich die Aktivitäten des Kompetenzzentrums mindestens auf ganz NRW erstrecken. Ziel ist u.a., den Fachhochschulstandort in Meschede zu stärken, Unternehmen in der Region anzusiedeln und auch künftig bei der technischen Fortentwicklung vorne mit dabei zu sein.
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