Myanmar - akute Gefahr
Studiosus sagt Reisen bis 15. Oktober ab

26.09.2007 16:04
Nachdem das birmanische Militärregime begonnen hat, gewaltsam gegen die friedlichen Demonstranten in der ehemaligen Hauptstadt Yangon vorzugehen, hat der Reiseveranstalter Studiosus mit sofortiger Wirkung vorsorglich seine Myanmar-Reisen bis 15. Oktober abgesagt. Den Nachrichten zufolge haben Einsatzkräfte in Yangon auf die Menge geschossen, es habe Tote und Verletzte gegeben. Sprecher der birmanischen Protestbewegung kündigten trotz des geltenden Versammlungsverbots weitere Demonstrationen für die nächsten Tage an, so dass eine Eskalation der Lage drohe.

Gleichzeitig seien in den letzten Stunden die Kommunikationsverbindungen nach Myanmar teilweise unterbrochen worden, Telefon- und E-Mail-Verbindungen funktionierten nur mehr sehr eingeschränkt.

Derzeit befinde sich noch eine Reisegruppe in der Stadt Bagan, heißt es vom Veranstalter. Die Lage dort sei ruhig, alle Gäste seien wohlauf. Die Gruppe werde programmgemäß am 29. September direkt von Bagan über Yangon ohne Aufenthalt in der Stadt selbst zurückfliegen. Weitere Abreisen waren für Anfang Oktober vorgesehen. Nach Prüfung der Lage wird Studiosus innerhalb der nächsten Woche, spätestens jedoch am Donnerstag, dem 4. Oktober, entscheiden, wie mit den Reiseprogrammen ab 15. Oktober weiter verfahren werde. Noch besteht bei dem Veranstalter derzeit kein Recht auf kostenlose Umbuchung oder Stornierung von Myanmar-Reisen, die nach dem 15. Oktober beginnen.

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