Reisemedizinischer Hinweis
Tigermücke überträgt in Italien erstmals Chikungunya Ausbreitung weiterer Virusinfektionen wird befürchtet

04.09.2007 11:36
Ein sorgfältiger Mückenschutz ist auch bei Reisen in Nordtalien wichtig, und zwar nicht nur abends und nachts sondern auch tagsüber. Im August gab es in der Region Emilia Romangna erstmals einen Ausbruch der grippe-ähnlichen Viruserkrankung Chikungunya, die bisher nur in Afrika und Asien aufgetreten ist. Über 100 Menschen waren betroffen. Darauf weist das CRM Centrum für Reisemedizin, Düsseldorf, hin.

"Besondere Sorgen bereitet uns Reisemedizinern, dass die sogenannten "Tigermücken", die Chikungunya übertragen, sich innerhalb der letzten 5 Jahre in Norditalien stark vermehrt haben. Die zur Gattung Aedes gehörenden Mücken können noch eine Reihe weiterer Virusinfektionen übertragen, wie beispielsweise das Dengue-Fieber, das im Mittelmeerraum bisher noch sehr selten vorkommt", sagt Dr. Klaus-Jörg Volkmer vom CRM.

Chikungunya ist eine Erkrankung mit grippeähnlichen Symptomen, die häufig von Gelenk- und Muskelschmerzen begleitet wird. Etwa 2-3 Tage nach dem Mückenstich kann es plötzlich zu hohem Fieber und Abgeschlagenheit kommen. In der Regel verläuft die Krankheit leicht und selbstlimitierend. Auch beim Dengue-Fieber treten grippeähnliche Symptome etwa 2-7 Tage nach einem Mückenstich auf. Sie werden meist von stärkeren Kopf- und Gliederschmerzen, manchmal von Durchfall und Hautausschlag begleitet. Eine Ersterkrankung mit Dengue-Fieber heilt in der Regel ohne Komplikationen aus. Bei einer erneuten Infektion kann es jedoch selten zu einem schweren Verlauf mit Schocksymptomen und Blutungen kommen. Die Diagnose beider Viruserkrankungen, die bisher nur in tropischen und subtropischen Regionen verbreitet waren, kann durch eine Blutuntersuchung gesichert werden.

Der Schutz vor Mückenstichen ist beispielsweise durch möglichst helle, körperbedeckende Kleidung und mückenabwehrende Mittel, sogenannte Repellents, möglich. Mittel auf pflanzlicher Basis sind den chemischen Präparaten meist unterlegen. Über geeigneten Mückenschutz können Apotheken mit reisemedizinisch fortgebildetem Fachpersonal beraten. Das CRM empfiehlt allen, die während oder nach einer Auslandsreise an Fieber erkranken, einen Arzt aufzusuchen. Weitere Informationen über mögliche Infektionsrisiken durch Reisen und Adressen von reisemedizinisch qualifizierten Ärzten und Apothekern veröffentlicht das Centrum für Reisemedizin auf den Internetseiten: www.crm.de und www.travelmed.de.

Quelle: crm
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