Ungarn

© Ungarisches Tourismusamt
Hier finden Sie die wichtigsten Länderinformationen zu Ungarn:
Umgangsname: Ungarn
Kontinent: Europa
Offizieller Name: Republik Ungarn
Fläche: 93000 km²
Länderkürzel: HU
Top-Level-Domain: hu
Hauptstadt: Budapest
Bevölkerung (in Mio.): 10
Landessprache: Ungarisch
Deutsche Botschaften / Konsulate: www.budapest.diplo.de
Klima
kontinental
Währung: Hungarian Forint (HUF)
Kurs der Währung: 250,00 : 1 EUR (0,004000 EUR : 1)
Bitte beachten Sie, dass die Währungskurse keine aktuellen Angaben sind, sondern lediglich grobe Werte zur Orientierung darstellen!
Fotos aus Ungarn
Weitere Infos:
UNESCO WELTKULTURERBE

- Burgviertel Buda und Uferzone der Donau in Budapest (Aufgenommen / 1987; 2002 erweitert)
- Traditionelles Dorf Hollokö (Rabenstein) (Aufgenommen / 1987)
-Aggteleker Höhlen und Slowakischer Karst (Naturdenkmal / 1995 - 2000 erweitert)
- Benediktinerabtei Pannonhalma (Aufgenommen / 1996)
- Nationalpark Hortobágy - die "Puszta" (Aufgenommen / 1999)
- Frühchristlicher Friedhof von Pécs (Fünfkirchen) (Aufgenommen / 2000)
- Kulturlandschaft Neusiedler See (Aufgenommen / 2001)
- Kulturlandschaft Tokajer Weinregion (Aufgenommen / 2002)

Städte & Reiseziele des Landes:

Kultur-Highlights und Genuss in Ungarn

Ungarn zu besuchen bedeutet in unterschiedliche Epochen Osteuropas einzutauchen, lebendig gebliebene Tradition und Folklore zu erleben und mit aufgeschlossenen, herzlichen Menschen erlebnisreiche Momente im Hier und Jetzt zu genießen.

Wer in seinem Urlaub kulturelle Highlights erleben, Land und Leute näher kennen lernen und freundliche Gastlichkeit genießen möchte, ist in Ungarn genau richtig. Selbstverständlich gibt es dabei, wie in jedem Land, die berühmten „Muss man gesehen haben-Orte“. Aber auch jenseits der ausgetretenen Pfade findet der interessierte Besucher jede Menge Dinge, die es erst noch zu entdecken gilt.

Ein Überblick über die Möglichkeiten:

Budapest:
In Budapest zum Beispiel ziehen die prachtvollen Jugendstil-Villen und –Paläste mit ihren reich verzierten Fassaden und Hauseingängen Kultur-Touristen in ihren Bann. Die Jugendstil-Tour durch die Stadt endet in einem Jugendstil-Café an der Andrássy-Straße, der Prachtstraße der Hauptstadt. Nicht weit davon entfernt befinden sich das Opernhaus, das Ballettinstitut und die neu renovierte Musikakademie. Flanieren Urlauber die Andrássy-Straße entlang, gelangen sie zum neu eröffneten Goldmuseum – einer privaten Sammlung von Kunstgegenständen aus Gold, die vorwiegend aus Südostasien stammen. Nicht weit entfernt steht das Haus des Terrors, das an die Herrschaft der Pfeilkreuzler und an den Sozialismus in Ungarn erinnert.

Wer sich für den Sozialismus interessiert und einen Rückblick hinter den „Eisernen Vorhang“ werfen möchte, sollte den Memento Park besuchen. Dort sind die Denkmäler ausgestellt, die in den Jahren des Sozialismus die öffentlichen Plätze Budapests schmückten. Diese Retrotour wird speziell dann zum Erlebnis, wenn man sie in einem Trabi unternimmt.

Der „ungarische Champs–Élysées“ endet auf dem Heldenplatz, wo sich auch das bedeutende Museum der Bildenden Künste befindet. Bis einschließlich Februar 2013 gastiert dort eine Ausstellung des französischen Malers Cézanne. Weitere Highlights im Museum der Bildenden Künste ist die Ausstellung „Von Caravaggio bis Canaletto – zwei Jahrhunderte italienische Kunst“, die zwischen 25. Oktober 2013 und 16. Februar 2014 zu sehen ist. Ab dem 28. Oktober 2014 ist die Ausstellung „Rembrandt und das holländische Goldene Zeitalter“ geplant, die bis zum 15. Februar 2015 geöffnet sein wird.

Nach so viel Kunst taucht man am besten wieder in das heutige Ungarn ein, indem man die älteste U-Bahn des europäischen Kontinents nutzt, um zum Vörösmarty Platz zu fahren. Dort steht das Szamos Gourmet-Haus, das gleichzeitig Konditorei, Café und Schokoladenmanufaktur ist. Neben einer klassischen Auswahl französischer und aus der k. u. k.-Küche stammender Süßigkeiten gibt es hier den zweitgrößten Schokoladenbaum der Welt sowie ein lebensgroßes Marzipanmädchen aus 70 Kilogramm Marzipan zu bewundern.

Wer Ungarn von seiner kulinarischen Seite kennen lernen möchte, der sollte außerdem das „Erste Strudelhaus von Pest“ aufsuchen. Dort wird Strudel nach altem Originalrezept hergestellt. Besucher können unterschiedliche Strudel-Variationen kosten, die Geheimnisse der Herstellung erfahren und bei der Strudelziehung selbst mitmachen. Ein Kurzfilm auf Deutsch gibt außerdem umfassende Informationen zu Budapest.

Budapester Lokale erhalten immer öfter internationale Auszeichnung für ihre hervorragende Küche. Zuletzt zeichnete „The Daily Meal“ zwei Restaurants der ungarischen Hauptstadt – das Csalogány 26 (Träger der Kochmütze vom Gault Millau Österreich) und das Onyx (ein Michelin Stern) – aus.

Auf der anderen Seite der Donau, in Buda befindet sich eines der imposantesten Zeugnisse der ungarischen Vergangenheit, das historische Burgviertel mit dem majestätischen Burgschloss, das zum Unesco Welterbe zählt. Wer Budapest im Sommer besucht, sollte sich Zeit nehmen für einen erfrischenden Zwischenstopp im Fröccs-Hof, wo gekühlte Weinschorle – sogenannter Fröccs (Gespritzter), ein Lieblingsgetränk der Ungar – in unterschiedlichen Mischungen ausgeschenkt wird.

In der Nähe von Budapest:
Die lebendige Kulturszene Ungarns konzentriert sich nicht nur auf die Hauptstadt. Nicht weit von Budapest, im berühmten Donauknie, liegt die malerische Stadt Szentendre. Besucher können sich in einem Freilichtmuseum ein Bild von der Lebensart und Wohnkultur in den ungarischen Dörfern und Städten früherer Jahrhunderte machen. Hier gibt es viele, für die Großregion typische, historische Bauten und Plätze zu bewundern. Handwerker zeigen zum Beispiel wie mit Kohlenpapier Leinen gefärbt wurde, wie das Leben im Raucherhaus war und wie das Nationalgericht „Langosch“ zubereitet wurde. Auf dem Gebiet des Museums befindet sich auch das Gasthaus Jászárokszállás. Es ist ein idealer Ort für einen Kochkurs, der die Teilnehmer in die Geheimnisse der Gulaschsuppe einweiht.

Die Stadt Vác liegt am linken Ufer des Donauknies, rund 30 Kilometer nördlich von Budapest und ist ganz vom Stil des Barocks geprägt. Sehenswerte Bauten sind dort die barocke Kathedrale sowie der einzige Triumphbogen Ungarns, errichtet zu Ehren der österreichischen Kaiserin Maria Theresia.

Dem Ruf als reines Bade- und Party-Urlaubsziel zum Trotz - auch am Balaton wird Kultur großgeschrieben. Die Abtei von Tihany auf der gleichnamigen Halbinsel blickt auf eine mehr als 950-jährige Geschichte zurück. Dort wurde kürzlich ein Lavendel- Besucherzentrum eröffnet, in dem Besucher eine Vielfalt von Produkten kaufen können, die aus dem Kräutergarten der Abtei stammen. Das Lavendel-Haus bietet außerdem einen faszinierenden Überblick über die Geschichte der Halbinsel Tihany.

Eine weitere, von ausländischen Gästen bisher wenig entdeckte Attraktion sind die Ökomärkte Ungarns. Frische Backwaren, Früchte, Gemüse, Honig, Sirup, Käse, Wurst, feine Marmeladen, handgemachte Seifen aus Heilkräutern und vieles mehr werden an den Wochenenden auf den Ökomärkte von Tihany und Káptalantóti feil geboten.

Kaum eine halbe Autostunde vom Balaton entfernt, in einer Kleinstadt, die inmitten der wildromantischen Natur des Bakony-Gebirges liegt, wird das Herender Luxusporzellan hergestellt. Die Porzellanmanufaktur hat zwischen 1851 und 1937 bei Weltausstellungen 24 Grand Prix oder Goldmedaillen gewonnen. Besucher können nicht nur Museumsstücke besichtigen sondern die rohe Porzellan-Masse bearbeiten und mit einer selbst angefertigten Porzellan-Rose nach Hause reisen.

Einige Porzellanmeisterwerke sind auch in Gödöllõ, in der Lieblingsresidenz von Kaiserin Sissi, zu sehen. Das Schloss, eines der größten Barockschlösser der Welt, ist nach Renovierungsarbeiten größtenteils wieder in seiner ehemaligen Pracht zu bestaunen. Im Prunksaal und im Ehrenhof finden Konzerte und Festivals statt.

In Ungarn wird die traditionelle Kultur noch mit viel Liebe gepflegt. Wer sich einen Eindruck davon verschaffen will, ist im Unesco Welterbe-Dorf Hollókõ richtig, das weniger als 100 Kilometer von Budapest entfernt ist. Das Dorf stellt eine Perle der ungarischen Volksarchitektur dar. Gäste haben die Möglichkeit, ein Mittagessen bei einheimischen Familien einzunehmen.

Ein weiteres, wichtiges Kulturgut Ungarns ist der Wein, der hier schon seit vielen Jahrhunderten in großer Vielfalt angebaut wird. Weltweit am bekanntesten sind der Tokajer und das Erlauer Stierblut. Doch die insgesamt 22 verschiedenen Weinanbaugebiete Ungarns produzieren aus größtenteils einheimischen und bei uns wenig bekannten Traubensorten ein viel größeres Spektrum, das Weinproben lohnt. Das Weinanbaugebiet von Etyek liegt zum Beispiel nur rund 30 Auto-Minuten von Budapest entfernt. Es hat sich 1998 völlig neu formiert und produziert heute Weißweine von hervorragender Qualität.

Ungarns große Städte:
Außerhalb der Hauptstadt verfügen die größeren Städte wie Pécs, Szeged oder Székesfehérvár über eine eigenständige Kulturszene.

In Pécs begrüßt das einzigartige Zsolnay Viertel seine Gäste mit Unterhaltungs-Programmen wie Ausstellungen, dem Zsolnay Mausoleum, dem Planetarium und einem interaktiver Zauberraum.

Szeged, an der Mündung der Flüsse Theiß und Maros gelegen, wird dank seiner 2100 Sonnenstunden pro Jahr "Stadt des Sonnenscheins" genannt. Weltberühmte Produkte der Stadt sind die Pick-Salami und der Szegediner Paprika, der den ungarischen Gerichten ihren besonderen Geschmack verleiht. Weitere Highlights dieser Region sind das Thermalbad von Mórahalom mit seinem natürlich warmen Heilwasser sowie Ópusztaszer mit einem 55 Hektar großen Freilichtmuseum. Hier ist das zweitgrößte Rundgemälde der Welt – das Feszty-Panorama. – zu finden, das die Landnahme der Ungarn darstellt.

Székesfehérvár und seine Umgebung lohnen einen Besuch in kultureller Hinsicht ebenfalls. Die alte ungarische Königsstadt trägt die Fürstenfarbe Weiß auch in ihrem Namen, der übersetzt „Stuhlweißenburg“ heißt. Sie wurde im Jahre 972 als Alba Regia gegründet und war der Stammsitz der ersten ungarischen Könige. Sehenswert sind die Franziskanerkirche, das Rathaus, die Bibliothek des Bischofspalastes und das König-Stephan-Museum.

Entlang der großen Flüsse Ungarns, insbesondere der Donau und der Theiß, blüht das kulturelle Leben seit vielen Jahrhunderten, entsprechend zahlreich sind hier die Sehenswürdigkeiten.

Die neue Attraktion von Mosonmagyaróvár an der Donau ist Futura, das Interaktive naturwissenschaftliche Erlebniszentrum. Besucher betreten die sanierten Räume eines 300 Jahre alten Weizenlagers. Auf den vier Etagen des Gebäudes kann man die Gesetze der vier Urelemente spielerisch kennenlernen. Sie werden anhand der Biosphäre des Naturschutzgebiets der „Kleinen Schüttinsel“ Szigetköz vorgestellt. Unter den 50 verschiedenen Spielmodulen gibt es einen Wellen- und einen Tsunami-Generator, einen Erdbeben-Simulator und einen Boeing 737-Flugzeugsimulator.

Das Theiß-Ökozentrum ist ein Besucherzentrum, das die Naturschätze des Theiß-Sees und des Theiß-Tales an einem Ort sammelt und den Besuchern präsentiert. Gegenstand der Ausstellung ist die reichhaltige Flora und Fauna des zweitgrößten Sees von Ungarn. Der 3D-Kinosaal und das enorme Süßwasseraquarium mit einem Volumen von 735.000 Litern veranschaulichen die Natur eindrucksvoll.

Näheres dazu unter www.ungarn-tourismus.de.

 
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