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Kultur in Waldkirchen

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Hexen, Druden, wilde Gestalten: Rauhnächte im Bayerischen Wald
Waldkirchen (tvo). Seit dem Urbeginn der Menschheit ist der Glaube an die Existenz böser Geister lebendig. Sie werden gefürchtet, weil sie Unheil für Mensch und Tier bringen können, Unglück, Krankheit, Not, Misserfolg und Naturkatastrophen. Zu gewissen Zeiten, so der überlieferte Glaube, können die Dämonen besonders gefährlich werden. Dies gilt für die sogenannten Rauhnächte, zu denen der Thomas- und Andreastag, Weihnacht, Neujahr, Dreikönig und Lichtmess zählen. Andernorts können es sogar die „Zwölfnächte“ von Weihnachten bis Dreikönig sein. Die Rauhnacht ist eine Zeit der Wiederkehr der Seelen, die als „Wilde Jagd“ über das Land brausen. Zu ihrem Gefolge zählen Hexen, Druden, Tod und Teufel. In mannigfaltiger Weise versuchten Menschen, sich vor denen Einwirkung zu schützen: sei es durch Bewirtung und Gaben oder durch Räuchern, Lärmen, Gebete, Weihwasser, Zauber- und Bannsprüche. Das Räuchern und Lärmen mit „rauhen“ Gebärden und Umzügen galten dabei als besonders wirksam. Bis heute ist der Brauch der Rauhnächte im Bayerischen Wald lebendig. So findet jedes Jahr am 5. Januar im alten Kellergewölbe der früheren Brauerei von Münster die Waldkirchener Raunacht statt. In diesem Kellerlokal treffen sich Hexen, Druden, die wilden Gestalten und ziehen unter großem Lärm zum Marktplatz. Dort wurde bereits ein Galgen aufgebaut und man verbrennt eine Strohpuppe, die das Böse darstellen soll. Danach kommen die „Rauhnudel-Sänger“, diese ziehen von Haus zu Haus und erbitten Gaben, die sogenannten Rauhnachts-Nudeln. Nach dem Rauhnudel-Singen zieht die Gruppe wieder in den Baronkeller und es wird noch lange und ausgiebig gefeiert. Weitere Infos unter: www.rauhnacht.de


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