Die katholische Pfarrkirche Christi Himmelahrt ist die alte Arnstädter Friedhofskirche.
1743 erbaut in Stil des evangelischen Barock, hat sie die seltene Form eines Oktogon.
Bis Ende des 19. Jahrhunderts diente sie als Begräbniskirche.
Auf dem alten Friedhof sind u.a. 25 Glieder der Familie Bach begraben.
1842 wurde sie vorübergehend auch der kleinen katholischen Gemeinde für die Feier der Gottesdienste zur Verfügung gestellt.
Durch den Bombenangriff auf Arnstadt am 6. Februar 1945 erlitt sie so großen Schaden, dass sie praktisch unbrauchbar war. 1974 kaufte die katholische Gemeinde die ehemals evangelische Kirche.
Mit Mitteln des Bonifatiuswerkes Paderborn wurde sie renoviert und am 10. Mai 1987 als katholische Pfarrkirche eingeweiht. Im Gegensatz zum süddeutschen Barock zeichnet sie sich durch klare Nüchternheit aus.
Quelle: Stadt Arnstadt
Johann-Sebastian-Bach-Kirche Am Markt
99310 Arnstadt
Erstmals wird 1333 die Bonifatiuskirche (Bachkirche) am Marktplatz erwähnt.
Sie ist bei dem großen Stadtbrand 1581 bis auf die Außenmauern niedergebrannt.
Erst 1676 beginnt der Wiederaufbau der "Neuen Kirche" unter Verwendung von altem Mauerwerk und Steinen von der abgebrochenen Jakobskirche am Ried.
Der Orgelbaumeister Johann Friedrich Wender erstellte 1703 eine Orgel für die Neue Kirche, die der 18 -jährige Johann Sebastian Bach abgenommen und geprüft hat.
Bach wurde im August 1703 an die Neue Kirche als Organist berufen und blieb bis 1707 in Arnstadt.
Quelle: Stadt Arnstadt
Kirche St. Wenzel zu Thörey Pfarrgasse
99334 Thörey
Klosterkirche St. Georg und Marien zu Ichtershausen Klosterstraße 1
99334 Ichtershausen
Liebfrauenkirche An der Liebfrauenkirche 2
99310 Arnstadt
Tel.: 03628/74 09 60
Fax: 03628/74 09 64
Ein Rundgang durch die Liebfrauenkirche in Arnstadt:
Nördlicher Chor: (Grabkapelle der Schwarzburger Grafen von 1360 bis 1640)
-Doppeltumba für Graf Günther XXV (+1368) und Frau Elisabeth von Honstein (+1381) im Stil der französischen Klagetumba (Prager Parlerschule)
-Grabsteine/Epitaphien: Graf Günther XL, Graf Heinrich XXXII, Graf Günther XXXI und Frau Amalie von Mansfeld, Gräfin Elisabeth geb. von Eisenberg
-Prunkepitaph, Renaissance - errichtet 1590: Graf Günther XLI und Frau Katharina von Nassau-Oranien
-Großes "Grafenfenster" und drei Fenster mit Darstellungen zu Tod und Auferstehung Jesu
Glasmalerei um 1890, großes Fenster erst um 1470 durchgebrochen
Hauptchor:
-Kostbares Tympanon über der nördlichen Tür, filigrane Steinmetzarbeit
-Reiche Bauplastik an Wänden, Kapitellen und Schlußsteinen, ebenso in den Seitenchören
-Doppelflügeliger gotischer Schnitzaltar von 1498 aus der Werkstatt des Erfurter Regleraltars (ursprünglich in der Oberkirche - ehemaliges Franziskanerkloster)
Kanzel: (bis 1625 in der Oberkirche)
Renaissance 1589, Moses (Steinplastik) als Träger des Kanzelkorbes mit Darstellung der vier Evangelisten.
Hinter der Kanzel ein Rest der Ausmalung von 1890, die zur Zerstörung gotischer Malerei geführt hat.
Madonna ("Schöne Madonna") - böhmische Arbeit um 1415, Lindenholz 130 cm
Südlicher Chor/Taufkapelle: (bis 1880 überwölbt für die "Nonnenempore)
-Reformatorenfenster, Glasmalerei von 1883
-Eisentür bemalt, 14. Jh., ehemals Sakristeitür
-Achteckiger Taufbaldachin 16. Jh. mit ältester bildlicher Darstellung der Kirche, dazu neugotischer Taufstein
-Figurengruppe "Taufe Jesu" - geschnitzt Johann Friedrich Börner 1749. Unterbau spätere Zufügung (Jugendstil)
-Flügelaltar (unvollständig) Holz bemalt 15. Jh. (Schule Konrad von Soest)
-Weitere diverse Bilder und Altartafeln der Kirchenausstattung im 15. Jh.
-Konzertorgel - 1979 (Einweihung) Orgelbau Schuke, Potsdam (27 Register, ca. 1900 Pfeifen, 2 Manuale, mechanische Ton- und Registertraktur)
-Hinter der Orgel Grabstein des Theoderich von Witzleben und Frau Hedwig. Schild und Helm Parlerschule ähnlich Tumba im Nordchor
Südliches Seitenschiff: Romanisches Kreuzgewölbe
-Steinplastik "Mondsichelmadonna" 15. Jh., ehemals außen an der Kirche
-7 Fenster mit Christuszyklus, frühes 14. Jh. (Kreuzszenen mit grünem Kreuz der Hoffnung) ursprünglich im Chorfenster. Einfassung Ende 19. Jh.
-4 Fenster in Lichtkästen (Eigentum Stadtgesch. Arnstadt) Teil der ursprünglichen Verglasung des großen Fensters in der Grabkapelle, um 1470
Nördliches Seitenschiff: Romanisches Kreuzgewölbe
-2 Glasfenster frühes 14. Jh., Apostel Jacobus und Andreas, bis 1880 im nördlichen Chorfenster
-2 große gotische Kruzifixe, frühes 16. Jh.
-Schrank mit Beschlägen Ende 19. Jh., ehemaliger Sakristeischrank. Jetzt Nutzung für technische Zwecke
Oberkirche (Barfüßerkirche)
St. Bartholomäus Traukirche von J. S. Bach
St. Elisabeth zu Rockhausen
St. Trinitatiskirche zu Molsdorf
Winterkirche Ichtershausen (Teil der Klosterkirche)